Eine Fototour ins Elbsandsteingebirge? Daran denke ich schon seit vielen Jahren. Bisher passte es zeitlich oder wetter-technisch nicht. Doch im Juni 2021 packte ich meine sieben Sachen und fuhr in die Sächsische Schweiz um diese zu erkunden und zu fotografieren. Das Wetter sah vielversprechend aus, doch wurde es ein Trip nach Wunsch? In diesem Blog erfährst du es 🙂 Ein kleinen Video zum Trip findest du auf YouTube

Elbsandsteingebirge fotografieren

Am frühen Morgen packte ich die letzten DInge in meinen Audi A4 und fuhr Richtung Feuchtwangen. Dort traf ich mich mit Michael und mit einem Auto ging es weiter nach Bad Schandau. Gegen 16 Uhr trafen wir nach 4 Stunden im Auto am Parkplatz des Gohrisch ein. Immer wieder schaute ich auf das Wetterradar und  mit jeder verstrichenen Minute wurde ich Hoffnung auf gutes Licht weniger. Eine Stunde vor Sonnenuntergang klemmten wir die Stative an den Rucksack und liefen hoch. Entlang eines gut ausgebauten Wanderpfad schlingelte sich der Weg hinauf zum Berg. Die letzten Höhenmeter führten über Treppen durch die Felsschlucht mit Felsen, die ca. 20-30 Meter hoch sind. Aus dem Pfälzerwald bin ich Felsen gewohnt, doch in der Sächsischen Schweiz sind das ganz andere Maßstäbe. Oben angekommen wurde verschwand die Hoffnung auf eine schöne Stimmung immer mehr. Keine Stunde später packten wir ein und liefen wieder zum Auto, um zur nächsten Location an der Bastei weiter zu fahren.

Elbsandsteingebirge, bastei

Während Michael im Dachzelt schlief, hatte ich es mir im Auto einigermaßen bequem eingerichtet. Früh morgens um 3:15 klingelte der Wecker und im Halbschlaf liefen wir zur Location. Nach 15 Minuten erreichten wir die Location und fotografierten die Blaue Stunde (sieh Foto oben). Nebel im Elbsandsteingebirge zu fotografierne ist besonders im Sommer nicht einfach. Nach den Regenfällen am Tag zuvor stieg über Nacht die Luftfeuchtigkeit an und es leichter Dunst entstand. Doch bereits 20 Minuten vor Sonnenaufgang zog der Himmel zu und das Tal füllte sich mit Nebel. Ein Glück fotografierte ich bereits in der Blauen Stunde und nahm zumindest ein gutes Foto mit. Zurück am Auto haben wir uns nochmal 2-3 Stunden hingelegt um den Energiespeicher etwas auszufüllen. Anschließend fuhren wir zur Goldenen Möve um den ersten Kaffee des Tages zu genießen. Auf dem Tagesprogramm stand das Scouten von zwei Locations sowie eine Wanderung mit 230 Höhenmetern.

Wer das Elbsandsteingebirge fotografieren möchte, kommt um längere Wanderungen nicht herum. Viele Locations sind nur mit Wanderungen zwischen 20 und 150 Minuten erreichbar. Zuhause scoutete ich dieses Fotomotiv, welches noch nicht so oft fotografiert wurde. Meinen Workflow, um neue Locations zu finden, habe ich in diesem eBook zusammengefasst. Bereits 2,5 Stunden vor Sonneuntergang liefen wir los und erreichten unser Ziel nach 50 Minuten. Oben angekommen erstmal eine eiskalte Spezi gegönnt und eine Käsestange mit Salamisticks zu Abend gegessen. Was will man mehr 😉 An diesem Abend wurden wir doch noch mit ein wenig Farbe im Himmel belohnt.

Am letzten Tag im Elbsandsteingebirge besuchten wir den Gamrig um dort am Abend den Sonnenuntergang zu fotografieren. Die Wanderung zum Gamrig dauert vergleichsweise nur wenige Minuten, was uns durch den Schlafmangel entgegen kam. Dort oben genossen wir den letzten Sonnenuntergang der Tour und fotografierten ein letztes Mal den Sonnenuntergang in der Sächsichen Schweiz. Liebes Elbsandsteingebirge, es war mir ein Fest. Im Herbst werde ich zurückkehren und wieder auf der Jagd nach dem besten Licht sein. Vielleich mit etwas mehr Glück 🙂

Elbsandsteingebirge, felsen
Elbsandsteingebirge

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