Filter in der Landschaftsfotografie. Einige Filter sind für gute Ergebnisse beim Fotografieren von Landschaften unerlässlich. Viele Fotografen sind der Meinung, dass Lightroom und Photoshop das Verhalten von Filtern simulieren können und somit Filter im digitalen Zeitalter überflüssig machen. Doch die Filter können tatsächlich niemals in einer Software simuliert werden. Wenn Du nicht weißt, was Filter sind und wofür sie verwendet werden, empfehle ich Dir mein eBook “Filter für die Landschaftsfotografie” mit allen wichtigen Informationen zu allen Filtern für die Landschaftsfsfotografie.

Filter in der Landschaftsfotografie

1. Polarisierender Filter (CPL FIlter)

Ein Polarisationsfilter ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für die Landschaftsfotografie. Der Polfilter ist der wichtigste Filter in der Landschaftsfotografie und sollte bereits zu Beginn zugelegt werden. Ein Polfilter kann Reflexionen von Objekten wie Wasser und Glas reduzieren und atmosphärischen Dunst zu reduzieren. Dadurch wirkt die Szene viel lebendiger. Ein Polarisationsfilter, auch “Zirkularpolarisator” genannt ist für alle Objektive mit Gewinde erhältlich. Ein Polarisationsfilter ist sehr einfach zu verwenden: Um den Filter einzustellen, musst du ihn nur im oder gegen den Uhrzeigersinn drehen, um eine unterschiedliche Polarisation zu erhalten. Polarisationsfilter funktionieren, indem sie bestimmte Lichtwellen am Eindringen in das Objektiv hindern. Durch die Drehung eines Polarisators können bestimmte Arten von Lichtwellen durchgelassen werden, während andere Bereiche von Lichtwellen blockiert werden. So können Sie einen Himmel von hellblau in ein sehr dunkles Blau verwandeln oder Reflexionen durch einfaches Drehen des Filters vergrößern/verkleinern.

Der Effekt der Polarisation kann in der Nachbearbeitung nicht reproduziert oder simuliert werden, insbesondere wenn es sich um natürliche Reflexionen handelt.

Ich benutze seit einigen Jahren die Filter von NiSi und kann diese jedem weiterempfehlen. Die Filter von NiSi sind nicht die günstigsten, jedoch ist die Qualität auf einem hohen Niveau. Hier klicken und den Erfahrungsbericht zu den Filtern von NiSi lesen.

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2. Neutraldichte-Filter (ND-Filter)

Du hast wahrscheinlich schon Bilder von fließendem Wasser und Wasserfällen gesehen, die sehr glatt und verträumt/neblig aussehen. Dieses Aussehen kann nur erreicht werden, wenn mit einem Stativ fotografierst und die Verschlusszeit sehr lang ist. Bei Tageslicht wird die Verschlusszeit durch Verringern des ISO-Wertes und Erhöhen der Blendenzahl in der Regel nicht ausreichend verkürzt. Die einzige Lösung in diesen Situationen besteht darin, die einfallende Lichtmenge in das Objektiv zu verringern. Hier kommt ein Neutraldichtefilter ins Spiel. Neutraldichtefilter verringern die Lichtmenge, die in das Kameraobjektiv eintritt, und verkürzen somit die Verschlusszeit und erhöhen die Belichtungszeit. Genau wie ein Polarisationsfilter kann die Wirkung eines Neutraldichtefilters in der Nachbearbeitung nicht reproduziert werden.

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3. Verlaufsfilter (GND-Filter)

Ein wichtiger Filter in der Landschaftsfotografie ist der Verlaufsfilter. Verlaufsfilter sind in den Situationen notwendig, in denen der Himmel viel heller als der Vorder-/Hintergrund ist. Da sich die Ausrichtung des Himmels gegenüber dem Vordergrund/Hintergrund je nach Bildkomposition ändern kann, werden die meisten Verlaufsfilter in rechteckiger Form hergestellt. Daher müssen diese Filter entweder mit einem Filterhaltersystem verwendet oder mit der Hand vor ein Objektiv gehalten werden. Die Verwendung eines Filterhalters hat den Vorteil, dass mehrere Filter verwendet werden können. Der Nachteil der Verwendung eines Filterhalters besteht darin, dass er Vignettierung hinzufügen kann.

Es gibt viele verschiedene Arten von Filterhaltern und Herstellern. Viele Jahre lang habe ich das Haida-Filterhaltersystem verwendet, das sich insgesamt hervorragend bewährt hat. Nachdem ich das NiSi-Filterhaltersystem ausprobiert hatte, stellte ich fest, dass mir NiSi im Vergleich viel besser gefällt. Der Vorteil gegenüber Haida ist, dass der Polfilter bereits in den Filterhalter integriert ist und kein Einschub in der Halterung wegnimmt. Mit dem Filterhalter von NiSi lassen sich mehrere Filter (z.B. ND-Filter und Verlaufsfilter) kombiniert verwenden. Die Filterhalterung kostet inklusive Filter zwischen 100 Euro und 300 Euro. Falls du dich für die Filter von NiSi entscheidest, kann ich dir einen 10% Rabattcode zur Verfügung stellen 🙂

Hier kommt nun die große Frage – kann die Wirkung eines Verlaufsfilter in der Nachbearbeitung reproduziert werden? Ja und nein, abhängig von der Lichtintensität und davon, ob Du irgendwelche HDR-/Mischtechniken einsetzen willst. In Situationen, in denen der Himmel nicht vollständig ausgebrannt ist und Du im RAW-Format fotografiert hast, kannst du in Lightroom einen Verlaufsfilter verwenden und viele Details wiederherstellen. Viele Leute behaupten, dass GND-Filter selbst in diesen Situationen nicht benötigt werden, weil sie  mit HDR- und Blending-Techniken sehr gute Ergebnisse erzielen können. Ich persönlich versuche, mich von HDR fernzuhalten. Es ist schwierig, ordentliche Ergebnisse zu erzielen, die realistisch aussehen. Daher ziehe ich es vor, Filter in der Landschaftsfotografie zu verwenden, anstatt die Zeit mit der Nachbearbeitung zu verbringen. Aber jeder Mensch ist anders, und ich weiß, dass einige Fotografen in diesem Punkt nicht mit mir übereinstimmen werden.

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