Fotografieren im Winter – 5 Tipps für die Landschaftsfotografie

Fotografieren im Winter. Eine der schwierigsten und lohnendsten Jahreszeiten für die Landschaftsfotografie sind die Wintermonate zwischen Dezember und Januar. Es ist schwer, das Aussehen einer frisch gefallenen Schneedecke zu ignorieren. Besonders im Winter ist es einfach, eine sehr minimalistische Komposition zu schaffen. Die Winterfotografie bringt eine Reihe von Herausforderungen mit sich, um die wunderschöne Landschaft perfekt zu fotografieren.

Fotografieren im Winter – 5 Tipps

Persönlicher Komfort

Das größte Problem, beim Fotografieren im Winter ist, dass ich die Kälte stark unterschätzt habe. Wenn ich an meinem Standort ankomme und mich nicht mehr bewege, wird es nach kurzer Zeit sehr sehr Kalt. Auf diese Kälte, während ich auf das „gute Licht“ wartete, habe ich mich nicht vorbereitet. Bei der Landschaftsfotografie im Winter solltest du diesem Bereich besondere Aufmerksamkeit schenken. Es gibt nichts Schlimmeres, als gefrorenen Finger oder Füße. Packte dir warme Handschuhe* und eine Winterjacke ein. Die Winterjacke solltest du jedoch erst nach der Wanderung zum Fotospot anziehen.

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Kälteschutz für Equipment

Eines der größten Probleme beim Fotografieren im Winter hat mit dem schnellen Entladen des Akkus zu tun. Bevor du die Akkus wie gewöhnlich im Fotorucksack aufbewahrst, solltest du die Akkus am besten in deiner Innentasche der Jacke aufbewahren. Idealerweise so nah wie möglich am Körper, damit der Akku die Körperwärme abbekommt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Akku zu gegebener Zeit aufgrund der kalten Wetterbedingungen nicht entladen ist. Zusätzlich nutze ich die Thermopad Handwärmer*. Diese können einfach in die Jackentasche gelegt werden und die Hände sowie Akkus bleiben warm.

Neben den Akkus solltest du auch deiner Kamera und dem Objektiv besondere Aufmerksamkeit schenken, wenn Du zum Auto oder Zuhause zurückkehren. Deine Ausrüstung wird nach dem Fotografieren extrem kalt sein und du musst sicherstellen, dass sich kein Kondenswasser ansammelt. Das kann passieren, wenn du deine Ausrüstung zu schnell aufwärmst. Ich lasst meine Kamera und meine Objektiv immer im Fotorucksack und stelle diesen in den kältesten Raum der Wohnung. Dort lasse ich Ihn ungefähr 2-3 Stunden stehen, um die Temperatur meiner Kamera langsam zu erhöhen und so zu vermeiden, dass sich Feuchtigkeit auf den elektronischen Komponenten meiner Kamera und / oder meines Objektivs ansammelt. Sollten die Objektive anlaufen, lohnt es sich immer ein Mikrofasertuch* dabei zu haben.

Kameraeinstellungen

Neben der passenden Kleidung und der Pflege des Equipment hat das nächste Problem mit den richtigen Einstellungen zu tun. Eine bewährte Methode ist es, beim Fotografieren im Winter immer die Belichtung & den Weißabgleich manuell einzustellen. Dabei solltest du das Histogramm beachten. Selbst wenn das Messsystem der Kamera eine ordnungsgemäße Belichtung anzeigt, solltest du dies anhand des Histogramms überprüfen. Der Weißabgleich sollte nicht zu gelblich oder bläulich eingestellt sein. Bei Schnee hat der automatische Weißabgleich oft Probleme, weshalb der Weißabgleich manuell eingestellt werden sollte.

Nachbearbeitung

Weißabgleich und Belichtung sind im Allgemeinen die schwierigsten Probleme bei der Nachbearbeitung einer Winterszene. Der Weißabgleich kann aufgrund der Reflexion des Schnees schwierig sein. Je nachdem, ob es ein Tag mit klarem blauem Himmel ist oder ob es bewölkt ist, kann der Schnee in Ihrem Bild entweder einen Blaustich oder ein grau / gelbliches Aussehen annehmen. Am Ende ist die Bildbearbeitung geschmackssache. In den vergangenen Jahren habe ich meine eigenen Presets erstellt, um die Zeit am Computer zu minimieren und Zeit bei der Bearbeitung zu sparen.

Fazit

Das Fotografieren im WInter ist eines der schönsten Dinge in der Landschaftsfotografie. Doch in den vergangenen Jahren wurde der Schnee im Flachland immer seltener und man muss in die Mittelgebirge flüchten. Mit diesen Tipps kann dein nächstes winterliches Abenteuer beginnen und du bist bestens vorbereitet. Du möchtest die Landschaftsfotografie lernen? Besuche meinen Workshop im Nordschwarzwald.

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