Das Fotografieren in den Bergen und Alpen ist nicht einfach. In diesem Artikel zeige ich Dir, wie Du dich am besten darauf vorbereiten kannst und die richtige Ausrüstung in den Rucksack packst. Egal, ob Du dich auf den ersten Bergurlaub vorbereitest oder ein Veteran der Bergfotografie bist. Meine Tipps und Tricks um perfekte Landschaftsfotos aus den Bergen mit nach Hause zu nehmen.

Die wichtigste Ausrüstung

Wenn du in den Alpen fotografieren möchtest, empfehle ich dir, mindestens eine Nacht dort zu verbringen. Warum du ein Zelt mitnehmen und in den Bergen schlafen solltest, schrieb ich in diesem Blog-Artikel. Aber um Nächte in den Bergen zu überstehen, benötigen Sie natürlich geeignete Vorräte und Ausrüstung.

Das wichtigste ist genügend Wasser mit im Gepäck zu haben. Deshalb habe ich immer eine 1,5 Liter und 1 Liter Flasche für Wanderungen mit dabei. Diese können an Hütten oder Wasserfällen nachgefüllt werden. Neben Wasser ist es auch wichtig, eine Lichtquelle zu haben. Perfekt für das Wandern ist eine Kopflampe mit LED und Rotlicht (Rotlicht ist bei Nacht angenehmer für Augen) sowie Ersatzbatterien.

Neben einer Kopflampe sollte auch ein aufgeladenes Smartphone mit einer Powerbank dabei sein, damit bei Bedarf um Hilfe gerufen werden kann. Dies sind die 3 wichtigsten Dinge, die in keinem Wanderrucksack fehlen dürfen!

Die passende Kleidung

“Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung” ist ein berühmter Spruch wenn es um das Wandern und Draßensein geht. In den Bergen kann das Wetter unberechenbar sein und binnen weniger Minunten von Sonnenschein auf Regenschauer umschlagen. Damit du bestens für jedes Wetter und die Temperaturen vorbereitet bist packe genügend funktionale Kleidung ein. Dazu zählen bequeme Wanderschuhe, mit denen Du problemlos den ganzen Tag wandern kannst sowie Zip-Off Wanderhosen und Merino-Shirts. T-Shirts aus Merino sind geruchsneutral und können ohne Probleme 2-3 Tage getragen werden. Dadurch sparst Du dir 2-3 T-Shirts a 200 Gramm. Am Abend und in der Nacht ist eine warme Daunenjacke und/oder Fleecejacke optimal. In der Nacht können die Temperaturen auch am Gefrierpunkt kratzen weshalb auch warme Socken sowie eine Mütze und Schal nicht fehlen dürfen.

Ausrüstung zum Schlafen in den Bergen

Damit die Nacht in den Bergen nicht zum Horrortrip wird, ist eine kleine Vorbereitung nötig. Das wichtigste, um draußen in den Alpen zu übernachten, ist ein warmer und kuschliger Schlafsack. Eine Komforttemperatur zwischen 2 und 5 Crad ist für eine Sommernacht in den Alpen ausreichend.

Biwaksack oder Zelt? Eine Frage des Wetters. Ein Biwaksack ist genaugenommen eine Schutzhülle für den Schlafsack. Sagt der Wetterbericht einen klaren Nachthimmel vorraus, würde ich den leichteten Biwaksack statt dem Zelt einpacken. Liegt das Regenrisiko über 30 Prozent packe ich zur Sicherheit das Zelt ein. Der Aufbau nimmt zwar etwas Zeit in Anspruch, doch schützt vor Regen.

allgäu sonnenuntergang

Fotoausrüstung für die Berge

Sind die Wechselkleidung sowie der Schlaf- und Biwaksack einpackt ist nun die Fotoausrüstung an der Reihe. Das Fotografieren in den Alpen ist für mich immer wieder ein besonderes Erlebniss. Doch bei meinen bisherigen Fototouren packte ich meistens zu viele Objektive mit in den Rucksack, die auf dem Berg nicht genutzt wurden.

Die Kamera – Viele Fotografen arbeiten mit zwei Kameras. Eine als Hauptkamera und die andere als Backup. Oft ist dies die Begründung, zwei Bodys mit auf den Berg zu schleppen. Doch warum? Seit vielen Jahren ist sind meine Kameras Wind und Wetter ausgesetzt und noch keine hat den Geist aufgegeben. Deshalb: Nimm die leichteste, mit der besten Performance (Dynamikumfang, Auflösung etc) mit auf die Wanderung.

Das Objektiv – Bevor du loswanderst, solltest du dir überlegen, was du am Fotospot fotografieren möchtest. Steht die Milchstraße auf dem Plan, ist ein schweres Teleobjektiv kontraproduktiv. Möchtest du nur den Sunset/Sunrise fotografieren genügt meistens ein Weitwinkel- oder Standartobjektiv zwischen 14 und 70 Millimeter.

Das Stativ – Viele sehen ein Stativ als unnötige Ballast. Doch Landschaftsfotografie ohne Stativ ist nur schwer möglich. Besonders bei Nacht und Belichtungen über 1/10 Sekunden ist ein Stativ notwendig. Packe dein leichtestes Stativ (ggf. aus Carbon) mit ein.

Filter – Verlaufs- und ND-Filter sind in der Landschaftsfotografie ein wichtiger Bestandteil. Damit ich möglichst viel Gewicht spare, packe ich maximal 2 Filter sowie die Filterhalterung mit ein.

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