Im Mai 2020 ging es spontan nach Bayern zum Eibsee. Bereits seit einigen Jahren steht der Fotospot auf meine Liste, jedoch war ein Besuch wetter- und zeitbegingt nicht möglich. Nach über 4 Wochen in Quarantäne musst ich der eigenen Wohnung entfliehen, packte meinen Fotorucksack und fuhr zum Eibsee. Die Wettermodelle sahen für den Sonnenuntergang einen wolkenlosen Himmel vorraus und am darauffolgenden Morgen ein schönes Morgenrot.

Nach über 4 Stunden Autofahrt und einen Umweg über die Ammergauer Alpen erreichte ich gegen 18 Uhr den Parkplatz am Eibsee. Der schönste Moment während der Autofahrt ist der erste Blick auf die zahlreichen Tausender-Berge der Alpen. Am Parkplatz erstmal ein wenig der Bergluft genossen und zu Abend gegessen. Anschließend klemmte ich die Stative an an Fotorucksack und lief mit ca. 12 Kilo Fotoausrüstung zum Fotospot. Neben meiner Hauptkamera (Nikon Z7) hatte ich noch meine Zweitkamera für Zeitraffer sowie 3 Objektive (Sigma 14mm f1.8 | Nikkor 14-30mm f4 | Sigma 24-70mm f2.8) und 2 Stative dabei.

Nach einer kleinen leichten Wanderung entlang des Eibsees erreichte ich den Fotospot nach 40 Minuten. Meistens genieße ich zunächst die Natur und schaue mir danach in Ruhe die Location an. Da ich vom Alpenglühen ein Zeitraffer möchte, suchte ich zunächst nach einen guten Standpunkt für mein Timelapse. Kurz darauf lief die Zweitkamera und ich konnte die schöne Abendstimmung genießen. Es tut gut, nach Wochen in Quarantäne draußen in den Alpen unterwegs zu sein und wieder fotografieren zu können.

 

Nach 2 ½ Stunden und einem schönen Alpenglühen packte ich meinen Rucksack und lief zurück zum Auto. Während meiner Fototouren und Fotoreisen übernachte ich meistens im Zelt oder im Auto. Durch die Coronakrise haben alle Hotels in Bayern geschlossen und ich hatte keine Alternative zum übernachteten im Auto. An diesem Abend wäre ich für ein Bett im Hotel sehr dankbar gewesen 🙂

Nach einer Stunde schlief ich endlich ein und wurde kurz darauf von 3-4 Menschen geweckt, offenbar zu tief ins Glas geschaut haben. Deren Auto stand keine 2 Meter vor mir. Ich dachte mir: “Das kann doch jetzt nocht wahr sein!!”. Keine 2 Minuten später grölten die Betrunkenen und weckten mich erneut. Aufstehen und den Leuten einen Vortragen halten hat keinen Sinn. Ich versuchte die Jungs zu ignorieren und weiterzuschlafen.

Um 4:20 klingelte der Wecker. Eigentlich bräuchte ich jetzt einen Kaffee oder ein RedBull um einigermaßen wach zu werden. Vor der Abfahrt zum Geroldsee noch schnell das Wettermodell sowie die aktuellen Radarbilder angesehen und bemerkt, dass alles für ein schönes Morgenrot passt. MIt großer Motivation fuhr ich die 30 Minuten zum Geroldsee. Die Wiesen am Geroldsee sind überzogen mit Morgentau und nasse Schuhe vorprogrammiert. Nachdem ich den Fotospot erreichte, baute ich die Kameras auf und fotografierte wie geplant das schöne Morgenrot. Der Geroldsee ist eines der bekanntesten Fotomotive weshalb ich mich leicht wunderte, dass kein anderer Fotograf vor Ort war. Besser kann der Tag nicht starten!

Nach dem schönen Sonnenaufgang kamen die anderen Fotografen und fragte mich, wie der Sonnenaufgang gewesen sei. Ich antwortete, dass es ein schönes Morgenrot gab. Der andere Fotograf ärgerte sich, dass er nicht 30 Minuten früher aufgestanden ist. Der Vorteil der Autoübernachtung: Es fällt viel leichter aufzustehen 😉

Genau 100 RAW-Files und über 2000 Bilder für die Zeitraffer sind entstaden. Insgesamt ein sehr gelungener Fototrip.

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