Mond fotografieren – Tutorial

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Wie kann ich einfach den Mond fotografieren? Ein Mondauf- oder Monduntergang ist immer wieder ein besonderes Ereigniss. Ob Blutmond oder nicht, es lohnt sich immer! Häufiger werde ich auf Instagram nach den besten Einstellungen und dem Objektiv gefragt. Um dir die Mondfotografie zu erleichtern, schrieb ich nun diesen Blog.

Mond fotografieren – So gehts!

Wie oft hast du schon versucht, den aufgehenden Mond zu fotografieren? Oft kommt dann entweder eine überbelichtete Kugel ohne Zeichnung vor – oder der Mond ist unscharf, verwackelt oder bei längerer Belichtungszeit zu einem Ei verformt. Nun folgen einige wichtige Tipps, die für gelungene Fotos wichtig sind:

Tipp 1: Die Planung und das Wetter

Um ein gutes Bild des Mondes zu fotografieren lohnt sich immer ein passender Vordergrund. Selbstverständlich kann auch ohne Vordergrund ein schönes Bild geschossen werden, jedoch verleiht ein Vordergrund dem Bild mehr Tiefe und ist für den Zuschauer schöner zum Ansehen. Um solche Bilder zu planen nutze ich Photopills. Dort sehe ich, wann der Mond aufgeht und wie der Mond zu der bestimmten Uhrzeit stehen wird. Wenn diese Daten aufgeschrieben sind, warte auf den Tag und schaue mir die Wettermodelle an. Wenn der Mond z.B. im Südosten aufgeht, sollten nach Südosten keine Wolken oder Dunst sein. Ist dies der Fall, probiere ich meist dennoch mein Glück, da manchmal der Himmel aufreißt und der Mond doch noch sichtbar wird.

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Tipp 2: Fotografieren vor Ort

Wenn das Wetter passt und ein Fotospot (ggf. mit schönem Vordergrund) gefunden ist, stelle ich an erster Stelle das Stativ auf sicheren Boden damit die Aufnahme nicht verwackelt. Zur Mond-Fotografie sollte ein Teleobjektiv mit mindestens 200mm fotografiert werden. Empfehlenswert ist ein Teleobjektiv mit 400-600 Millimeter. Wenn noch Vordergrund wie z.B. eine Burg mit im Bild ist, sollte ein Teleobjektiv mit 400mm genügen. Diese Werte können jedoch nicht auf jedes Motiv übertragen werden. Deshalb solltest du immer lieber etwas zu viel Brennweite dabei haben als zu wenig. Wobei, zu wenig gibt es bei der Mondfotografie nicht 😀

Tipp 3: Die Einstellungen der Kamera

Nachdem die Kamera auf dem Stativ steht und ausgerichtet ist, können wir uns den Kameraeinstellungen widmen. Bevor wir die Blende und ISO einstellen, sollte im Live-View auf den Mond scharf gestellt werden. Seit einigen Jahren kann man sich gut auf den Autofokus verlasse, da das Mondlicht hell genug ist. Fotografieren kannst du mit einer Blende 9-11 sowie der ISO 100 und einer relativ kurzen Verschlusszeit von 1/25 bis 1/50. Damit auch der Vordergrund hell genug ist, sollte mit zwei Belichtungen gearbeitet werden und die zwei Bilder in der Nachbearbeitung zusammengefügt werden.

Pro-Tipp: Fotografiere den Mondauf- bzw. Monduntergang in der Blauen Stunde. In dieser Zeit ist der Vordergrund meist noch gut erkennbar und es genügt meist eine Belichtung für den Mond und Vordergrund.

Ich hoffe, dass diese kleine Anleitung Dir etwas Lust gemacht hat die Kamera mal wieder rauszuholen.
Probieren es einfach mal aus: mit den genannten Einstellungen erzielen Sie relativ schnell verblüffend gute Ergebnisse.
Viel Spass beim Mond fotografieren!

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