Mond fotografieren. Vor einigen Tagen konnte über Deutschland die Mondfinsternis (auch Blutmond genannt) beobachtet und fotografiert werden. Da ich von einigen auf Instagram nach den besten Einstellungen und dem Objektiv gefragt wurde, entschied ich mich einen kurzen Blog zum Fotografieren des Mondes zu schreiben.

Schon einmal versucht, den Mond zu fotografieren? Oft kommt dann entweder eine überbelichtete Kugel ohne Zeichnung vor – oder der Mond ist unscharf, verwackelt oder bei längerer Belichtungszeit zu einem Ei verformt. In diesem Artikel zeige ich Ihnen, welche Ausrüstung Sie brauchen, welche Kameraeinstellungen sinnvoll sind und wie Sie den Mond optimal ablichten können.

1. Die Planung und das Wetter

Um ein gutes Bild des Mondes zu fotografieren lohnt sich immer ein passender Vordergrund. Selbstverständlich kann auch ohne Vordergrund ein schönes Bild geschossen werden, jedoch verleiht ein Vordergrund dem Bild mehr Tiefe und ist für den Zuschauer schöner zum Ansehen. Um solche Bilder zu planen nutze ich Photopills. Dort sehe ich, wann der Mond aufgeht und wie der Mond zu der bestimmten Uhrzeit stehen wird. Wenn diese Daten aufgeschrieben sind, warte auf den Tag und schaue mir die Wettermodelle an. Wenn der Mond z.B. im Südosten aufgeht sollten nach Südosten keine Wolken oder Dunst sein. Sollte dies der Fall sein, probiere ich meist dennoch mein Glück, da manchmal der Himmel aufreißt und der Mond noch sichtbar wird.

2. Fotografieren vor Ort

Wenn das Wetter passt und ein Fotospot (ggf. mit schönem Vordergrund) gefunden ist, stelle ich an erster Stelle das Stativ auf sicheren Boden damit die Aufnahme nicht verwackelt. Zur Mond-Fotografie sollte ein Teleobjektiv mit mindestens 200mm fotografiert werden. Empfehlenswert ist ein Teleobjektiv mit 400-600 Milimeter. Wenn noch Vordergrund wie z.B. eine Burg mit im Bild ist, sollte ein Teleobjektiv mit 400mm genügen. Jedoch können die Werte nicht auf jedes Motiv übertragen werden weshalb eine Brennweite von 300-600mm mit zur Fotolocation getragen werden soll.

3. Die Einstellungen der Kamera

Nachdem die Kamera auf dem Stativ steht und ausgerichtet ist, können wir uns den Kameraeinstellungen widmen. Bevor wir die Blende und ISO einstellen, sollte im Live-View auf den Mond scharf gestellt werden. Auf den Autofokus der meisten Objektive ist in diesem Fall absolut kein Verlass. Da das Mondlicht von der Sonne reflektiert wird, kann ohne Probleme mit einer Blende 9-11 sowie der ISO 100 und einer relativ kurzen Verschlusszeit von 1/25 bis 1/50 gearbeitet werden. Damit auch der Vordergrund hell genug ist, sollte mit zwei Belichtungen gearbeitet werden und die zwei Bilder in der Nachbearbeitung zusammengefügt werden.

Tipp: Fotografiere den Mondauf- bzw. Monduntergang in der Blauen Stunde. In dieser Zeit ist der Vordergrund meist noch gut erkennbar und es genügt meist eine Belichtung für den Mond und Vordergrund.

Ich hoffe, dass diese kleine Anleitung Dir etwas Lust gemacht hat die Kamera mal wieder rauszuholen.
Probieren es einfach mal aus: mit den genannten Einstellungen erzielen Sie relativ schnell verblüffend gute Ergebnisse.
Viel Spass beim Mond fotografieren!

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