Als ich mir auf der Photokina 2018 das Tamron 24-70mm G2 ansehen konnte, war ich echt begeistert. Kompakt und leicht, Bildstabilisator, Ultraschallmotor und gewohnt gute Bildqualität von Tamron und das ganze um einen Preis knapp über 1000 Euro – nicht schlecht!

Eine starke Ansage, denn die 24-70 Variante von Nikon kostet mit 2400€ weitaus mehr. Zu Weihnachten habe ich dann zugeschlagen und mir das Tamron 24-70mm G2 für meine Nikon D800 bestellt, um es für die Landschafts- und Eventfotografie zu nutzen.

Nun habe ich es intensiv getestet und muß sagen, dass es mich vollstens überzeugt hat. Warum? Das möchte ich Euch hier näher bringen.

Wozu braucht man die 24-70mm Linse?

Das Objektiv fühlt sich gut und wertig an! Es ist in seinem schlichten schwarzen Design schick, nicht zu groß und hat alles, was man von einem modernen Standardzoomobjektiv erwartet: Zoomlock, Umschalten zwischen den verschiedenen Stabilisierungsmodi, einen angenehmen Zoomring und Schärfering.

Hier gibt es nichts auszusetzen. Ist zwar alles nicht so wertig wie bei den Linsen von Nikon, aber das darf man um den Preis nicht verlangen.

Warum kauft man sich so ein Objektiv? Ganz klar, eine 24-70er Linse findet in fast jedem Bereich der Fotografie Verwendung. Manchmal gibt es in der Landschaftsfotografie diese Situationen, in denen ein Ultraweitwinkel zu wenig und ein Teleobjektiv zu viel Brennweite ist.

Ebenso ist die Linse in der Eventfotografie gut zu gebrauchen, denn auch hier benötigt man oft ein lichtstarkes Objektiv, aber auch einen Autofokus, der rasch und flexibel fokussiert, damit man der Dynamik gerecht wird.

Meine persönlichen Ansprüche an eine 24-70 mm Linse sind die Bildschärfe und ein guter Autofokus, der auch bei bewegten Objekten gut funktionieren sollte. Auch am langen Ende des Brennweitenbereichs, also bei 70 mm, soll die Bildschärfe noch akzeptabel sein.

 

Bildschärfe, Farben & Kontrast und Chromatische Aberration

Während meiner Fotoreise auf die Lofoten nach Norwegen konnte ich an 11 Tagen das 24-70mm G2 ausgiebig zu verschiedensten Lichtsituationen testen.

Auf den Lofoten konnte ich sowohl mit niedrigen ISO-Werten bei Tag als auch mit hohen ISO-Werten bei Nacht fotografieren. So hatte ich Spielraum, nicht nur bei Offenblende zu fotografieren, sondern auch etwas abzublenden, um zu testen, wie sich das Objektiv bei kleineren Blenden hinsichtlich der Schärfe verhält.

Das wichtigste Kriterium für mich ist die Schärfe. Hier macht das Tamron eine hervorragende Figur. Von der Mitte bis in alle Ecken sind die Bilder extrem scharf. Ich habe bisher kein schärferes Zoomobjektiv ausprobiert.

Die Farben kommen bei dieser Linse sehr natürlich rüber. Da gibt es praktisch keinen Unterschied zu den Farben, die aus meiner Nikon D800 kommen. Ebenso gut verhält es sich mit dem Kontrast.

Das Tamron 24 – 70mm zeigt an den äußeren Ecken leichte Chromatische Aberration in lila. Diese ließen sich aber ohne Probleme mit einem Klick auf den entsprechenden Regler in Adobe Camera RAW korrigieren.

Fazit

Während meiner Fotoreise in Norwegen fotografierte ich zu 40% mit dem Tamron 24-70mm G2. Das Preis/Leistungsverhältnis ist bei diesem Obejektiv einfach unschlagbar! Für nur 1100€ erhält man eine solide Linse mit erstklassiger Schärfe. Seit über 2 Monaten ist dies nun meine “Immerdrauf”-Linse.

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