Waldfotografie – 5 wertvolle Tipps

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Die Waldfotografie ist ein ganz besonderes Gerne der Landschaftsfotografie. Die Landschaftsfotografie wird oft mit der großartigen Landschaft und weiten Aussichten in Verbindung gebracht. Ich liebe einen wunderschönen Sonnenuntergang mit beeindruckenden Bergen im Hintergrund genauso wie jeder andere. Um diese Orte zu fotografieren muss man häufig viel um die Welt reinen. Dabei wirst du wahrscheinlich feststellen, dass du vor Ort nicht allein sein wirst und das Fotomotiv schon so oft fotografiert wurde. Die meisten von uns leben nicht in der Nähe von schönen Aussichtspunkten und vielen der berühmten Fotospots. Daher ist es wichtig, etwas Neues zu schaffen.

Waldfotografie – Meine Tipps

Wie die Landschaftsfotografie entführt dich die Waldfotografie aus einer schnelllebigen Welt und zwingt dich, zur Ruhe zu kommen. Du wirst feststellen, dass zu einem schönen Waldfoto viel mehr gehört, als Du zunächst denkst. Wälder haben alles, was man braucht um einzigartige Fotografien zu erstellen. Mit der richtigen Ausrüstung, dem richtigen Wissen und ein paar Ideen in den Wald gehen, um großartige Szenen zu fotografieren.

1. Verbringe genügend Zeit im Wald

Bei jedem Fotospot ist es wichtig, genügend Zeit vor Ort verbringen. Genauso wie ein Naturfotograf sein Motiv studiert und beobachtet, bevor er seine Kamera in die Hand nimmt, solltest auch du dir etwas Zeit nehmen, um den gewählten Wald oder das Waldgebiet in Ruhe zu erkunden. Suche nach interessanten Formen und Farben. Überlege Dir, wie jeder Bereich zu verschiedenen Tageszeiten und bei unterschiedlichen Wetterbedingungen reagiert und sich verändern könnte.

2. Finde eine ruhige Szene im chaotischen Wald

Wenn Du zum ersten Mal einen Wald fotografierst, können deine Eindrücke überwältigend und chaotisch sein. Die Kunst der Waldfotografie ist es, in all dem Chaos um dich herum Frieden zu finden. Machen es Dir einfach und nimm zunächst ein Teleobjektiv (z.B. 70-200mm). Schau durch den Sucher und bewegen dich sich langsam von links nach rechts, auf und ab bis Du eine interessante Perspektive gefunden hast. Das kann ein einzelner Baum, einige Pilze, eine kleine Gruppe von Bäumen, ein Ast, der hervorsticht, etwas mit Kontrast, buchstäblich alles, was Ihre Aufmerksamkeit erregt und auffällt. In diesem Beispielbild fand ich einen kleinen Baum, welcher von der Sonne angeleuchtet wurde.

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3. Alle Brennweiten mitnehmen

Welche Brennweite ich am besten für das Fotografieren im Wald geeignet? Diese Frage erhalte ich sehr oft bei meinen Workshops von einigen Teilnehmern. Die Wälder bieten meist für jede Brennweite das passende Motiv. Persönlich bin ich meistens mit dem 100-400mm von Tamron* unterwegs um die kleine Details des Waldes zu fotografieren. Trotzdem möchte ich für alle Fälle vorbereitet sein und hab immer verschiedene Brennweiten zwischen 14mm und 400mm im Fotorucksack dabei.

4. Die passende Tageszeit

Ohne Licht ist alles nichts. Diese Zitat trifft zwar auf die gesamte Fotografie zu, doch besonders in der Waldfotografie spielt Licht die wichtigste Rolle. Die schönste Lichtstimmung entsteht meistens in der Goldenen Stunde. Dies ist die Zeit kur vor Sonnenuntergang bzw. kurz nach Sonnenaufgang.

5. “Schlechtes” Wetter eignet sich hervorragend zum Fotografieren von Wäldern

Nicht nur Morgen mit schönem Licht eignen sich gut zum Fotografieren von Wäldern. Dichter Nebel und manchmal Regen können Wälder auf Bildern wirklich schön machen, besonders im Herbst. Kräftige Herbstfarben können bei grauem „schlechtem“ Wetter wirklich knallen. Regen und dichter Nebel sorgen für eingeschränkte Sicht, was wirklich zur Trennung im Wald beiträgt, wodurch Wälder viel weniger chaotisch und einfacher zu fotografieren sind.

Fazit

Das Fotografieren von Wäldern ist eigentlich sehr einfach. Doch um schöne Perspektiven zu finden, muss das fotografische Auge etwas geschult sein, aber Übgung macht den Meister. Deshalb gibt: Geh raus, erkunde deinen Wald mit der Kamera und finden einzigartige Fotomotive.

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