Weißabgleich perfekt einstellen. Wahrscheinlich eines der schwierigeren Themen unter angehenden Fotografen. Ein Thema das viele meiden, aber ein wichtiges Thema um deine Landschaftsfotos zu verbessern. Jeder Fotograf sollte sich mit dem Weißabgleich auseinandersetzten.

Weißabgleich perfekt einstellen – Tipps

Wie viele Fotografen habe ich lange gebraucht, bis ich mich zum ersten Mal an das Thema Weißabgleich gewagt habe. In der Anfangszeit nutze ich ausschließlich den automatischen Weißabgleich und machte mir keine weiteren Gedanken darüber. Es hat einige Jahre gedauert, bis ich mich mit dem manuellen Weißabgleich befasste. Die ersten Versuche gingen daneben. Warum? Ich hatte keine Ahnung.

Ich fasste schnell etwas Mut und begann, über das Thema zu lesen. Mir wurde schnell klar, dass es nicht annähernd so schwierig war, wie ich dachte. Tatsächlich war das Thema “Weißabgleich einstellen” ziemlich einfach, und es dauerte nicht lange, bis ich eine große Verbesserungen in meinen RAW-Dateien sah.

Der Weißabgleich kann auch in der Postproduktion angepasst werden (zumindest wenn man das RAW-Format zum Fotografieren verwendet). Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass man den Weißabgleich in der Kamera korrekt einstellt. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass das Bild so gut wie möglich “Out of the Camera” aussehen sollte. Deshalb ist es wichtig, dass man seine Kamera versteht.

Was ist der Weißabgleich?

Ganz einfach: Der Weißabgleich steuert den gesamten Farbstich/Farbausgleich des Bildes.

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Die tatsächliche Farbe (Temperatur) des Lichts ist extrem variabel. Das menschliche Auge passt ständig an, wie wir Licht wahrnehmen. Eine Kamera nimmt Licht jedoch nicht auf dieselbe Weise wahr wie wir. Deshalb müssen wir den Weißabgleich entsprechend dem Licht, das uns umgibt, anpassen.

Voreingestellter Weißabgleich

Die meisten Kameras verfügen über voreingestellte Modis für den Weißabgleich plus einem manuellem Modus. Die Verwendung einer dieser Voreinstellungen eignet sich für die meisten Situationen. Dennoch ist es wichtig zu verstehen, wie es funktioniert.

Tatsächlich empfehle ich, die voreingestellten Modi auszuprobieren, bevor Du in den manuellen Modus wechselst, da dies eine gute Möglichkeit ist, zu erfahren, wie sich die verschiedenen Weißabgleiche auf ein Bild auswirken.

Automatischer Weißabgleich (AWB)

Die Kamera passt den Weißabgleich automatisch entsprechend der aktuellen Beleuchtungssituation an. AWB leistet in den meisten Fällen gute Arbeit, aber in schwierigeren Lichtsituationen wird es schwierig.

Tageslicht

Nicht alle Kameras verfügen über diesen Modus, aber er ist zum Fotografieren im Freien bei normalem Tageslicht gedacht.

Bewölkt

Bewölkt ist die beliebteste Einstellung für Landschaftsfotografen. Sie gibt dem Bild etwas mehr wärme auf als die Tageslicht-Einstellung.

Manueller Weißabgleich

Die Lichtintensität variiert im Laufe des Tages, und die Kamera ist nicht intelligent genug, um jedes Mal den perfekten Weißabgleich einzustellen.

Kelvin-Modus (K)

Ich halte den Kelvin-Modus für teilweise manuell und teilweise voreingestellt. Den Kelvin-Modus verwende ich für die meisten meiner Bilder. Der große Vorteil ist, dass er mit der Live-Ansicht funktioniert, so dass man während des gesamten Prozesses die Kontrolle über den Weißabgleich halten kann.

Wenn Du dich im Kelvin-Modus befindest, kannst du die Temperatur leicht nach oben und unten anpassen. Dies ist für schwierige Lichtsituationen die beste Option.

Zu Beginn ist es nicht einfach aber nach einen Versuchen wird es einfacher und eine gewisse Routine stellt sich ein.

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