Marokko zu fotografieren, stand schon lange auf meiner persönlichen Wunschliste. Nicht nur, weil ich den afrikanischen Kontinent bereisen wollte, sondern auch, weil mich dieses Land fotografisch immer gereizt hat. In den vergangenen Jahren haben mich immer mehr Stammkunden gefragt, ob ich nicht eine Fotoreise dorthin anbieten würde. Je intensiver ich mich mit der marokkanischen Landschaft beschäftigte, desto klarer wurde mir: Hier gibt es weit mehr zu entdecken als Marrakesch, Ait Ben Haddou oder die bekannten Postkartenmotive.
Deshalb habe ich mich im Februar 2026 bewusst für eine Scoutingreise entschieden. Mein Ziel war es nicht, möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken, sondern Marokko landschaftsfotografisch zu verstehen. Licht, Wege, Entfernungen, Unterkünfte, Abläufe – all das wollte ich vor Ort erleben, testen und durchdenken.
Was ich vorfand, hat meine Erwartungen nahezu perfekt bestätigt. Vielleicht lag das auch daran, dass ich gut vorbereitet war. Andererseits ist die Landschaft Marokkos tatsächlich so vielfältig, wie man es kaum für möglich hält.
Diese Reise war der erste Schritt hin zu einer durchdacht organisierten Fotoreise nach Marokko, die nicht nur beeindruckende Motive bietet.
Warum ich nach Marokko gereist bin
Schon seit vielen Jahren wollte ich Marokko fotografieren. Nicht aus einem spontanen Impuls heraus, sondern aus einer Mischung aus Neugier, fotografischem Interesse und den vielen Anfragen meiner Teilnehmer. Immer wieder kam die Frage: „Bietest du irgendwann auch eine Fotoreise nach Marokko an?”
Je mehr ich mich mit dem Land beschäftigte, desto klarer wurde mir, dass Marokko landschaftlich enorm unterschätzt wird. Viele verbinden es ausschließlich mit Marrakesch, bunten Märkten oder klassischen Wüstenmotiven. Doch bei genauerer Recherche zeigte sich schnell: Die Landschaft Marokkos ist deutlich vielfältiger. Es gibt das Atlasgebirge, weite Hochebenen, Steinwüsten, Sanddünen, Palmenoasen, Lehmarchitektur und Passstraßen. Fotografisch bietet das Land eine enorme Bandbreite.
Trotzdem wollte ich nichts überstürzen. Eine Fotoreise nach Afrika „auf gut Glück“ zu planen, entspricht nicht meiner Arbeitsweise. Ich möchte Motive selbst gesehen haben. Ich möchte wissen, wie das Licht fällt, wie lange die Fahrzeiten realistisch sind, wie die Unterkünfte funktionieren und wie sich alles in einen fotografisch sinnvollen Ablauf integrieren lässt.

Die Scoutingreise im Februar 2026 war daher ein bewusster Schritt. Es war kein klassischer Urlaub, sondern eine intensive Vorbereitung. Wir sind viel gefahren, haben unzählige Stopps eingelegt, Perspektiven getestet und Motive zu unterschiedlichen Tageszeiten in Augenschein genommen. Von ursprünglich über 30 potenziellen Spots blieben am Ende nur rund 18 übrig – jene, die fotografisch wirklich überzeugen und sich sinnvoll in eine Route integrieren lassen.
Ich hatte erwartet, ein spannendes, aber organisatorisch herausforderndes Land kennenzulernen. Die Realität war jedoch überraschend klar strukturiert, gut planbar und fotografisch extrem stark.
Und genau in diesem Spannungsfeld zwischen Erwartung und Realität begann für mich die eigentliche Erkenntnis: Marokko zu fotografieren bedeutet nicht, nur Wüste zu fotografieren. Vielfalt, Kontrast und Licht in einer Intensität, wie ich sie selten zuvor erlebt habe, sind hier an der Tagesordnung.

Mein erster Eindruck vor Ort – Marokko fotografieren
Mein erster Eindruck vor Ort war überwältigend. Noch bevor wir richtig angekommen waren, wurde mir klar, dass das Fotografieren in Marokko ganz anders ist als an vielen klassischen Fotoreisezielen in Europa. Die Sicherheitskontrollen am Flughafen waren etwas intensiver als gewohnt, aber ruhig, organisiert und absolut unproblematisch. Viel entscheidender war das Gefühl, das sich direkt danach einstellte: Offenheit, Freundlichkeit und eine Gelassenheit, die man sofort spürt.
Temperaturmäßig war der Februar ideal. Es war angenehm warm am Tag und kühl in den Morgen- und Abendstunden. Genau die Bedingungen, die man sich für die Landschaftsfotografie in Marokko wünscht. Marrakesch selbst war wie erwartet lebendig, laut und voll. Das war fotografisch interessant, aber auch fordernd. Doch kaum hatten wir die Stadt verlassen und waren auf dem Weg ins Atlasgebirge, veränderte sich alles. Mit jedem Kilometer wurde es ruhiger, weiter und entschleunigter.
Besonders überrascht hat mich die Atmosphäre unterwegs. Die Farben wirkten intensiver als erwartet. Das Licht hatte eine Klarheit, die sofort im Sucher sichtbar wird. Staub in der Luft, warme Erdtöne, Kontraste zwischen Hell und Dunkel. Genau diese Kombination macht die Landschaftsbilder Marokkos so besonders. Man muss nicht lange suchen. Die Motive liegen buchstäblich am Straßenrand.
Ein weiterer Punkt, der mir im Gedächtnis geblieben ist, war die Gastfreundschaft der Menschen. Egal, ob an der Tankstelle, in kleinen Cafés oder in den Unterkünften – wir wurden überall offen empfangen. Diese menschliche Komponente trägt enorm dazu bei, dass man sich voll und ganz auf das Fotografieren konzentrieren kann. Es gab keinen Stress, keine Hektik und kein Gefühl von Unsicherheit.

Schon nach den ersten Tagen war klar, dass diese Scoutingreise mehr werden würde als nur eine Vorbereitung. Sie war eine Bestätigung dafür, dass das Fotografieren in Marokko nicht nur fotografisch, sondern auch menschlich ein außergewöhnliches Erlebnis ist.

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Licht & Landschaft – Was Marokko fotografisch so besonders macht
Wer Marokko fotografieren möchte, muss vor allem eines verstehen: das Licht. Es ist anders als in Mitteleuropa. Es ist klarer, direkter und kontrastreicher, aber dennoch weich genug, um Strukturen sichtbar zu machen.
Da Marokko geografisch näher am Äquator liegt, sind die Übergänge zwischen Tag und Nacht kürzer. Die goldene und die blaue Stunde dauern nicht so lange wie in Deutschland. Das bedeutet: Präzise Planung ist entscheidend. Man hat weniger Zeit, dafür aber oft intensivere Lichtstimmungen. Besonders die blaue Stunde hat mich überrascht. Die Landschaft wurde in ein weiches, fast pastellfarbenes Licht getaucht, während der Himmel noch die Restwärme des Sonnenuntergangs trug.
Beeindruckt hat mich auch die Vielfalt innerhalb weniger Stunden Fahrzeit. Rund um das Atlasgebirge findet man grüne Täler, Terrassenlandschaften und felsige Gebirgszüge. Fährt man weiter Richtung Süden, verändert sich alles. Die Vegetation wird spärlicher, die Luft trockener und die Farben wärmer. Schließlich geht die Landschaft in eine Stein- und Sandwüste über.
Diese Kontraste machen die Landschaft Marokkos so spannend. Man hat das Gefühl, durch mehrere Länder zu reisen. Genau das eröffnet enorme fotografische Möglichkeiten. Es lassen sich weite Panoramen mit Bergen im Hintergrund, minimalistische Dünenkompositionen und dramatische Schattenwürfe auf Felsformationen fotografieren.
Besonders faszinierend ist das Spiel aus Licht und Staub. Feine Staubpartikel in der Luft sorgen häufig für weiche Übergänge im Hintergrund. Dadurch erscheinen Berge leicht diffus, während Vordergründe klar definiert bleiben. Dadurch entsteht Tiefe im Bild, ohne dass man viel dafür tun muss.

Für mich ist klar geworden: Marokko zu fotografieren bedeutet, das Licht bewusst zu lesen. Die Szene wirkt morgens völlig anders als am Nachmittag. Die Schatten sind härter, die Linien deutlicher und die Strukturen markanter. Wer diese Unterschiede versteht, kann gezielt entscheiden, wann welches Motiv am stärksten wirkt.
Und genau darin liegt für mich der Reiz der Landschaftsfotografie in Marokko. Es geht nicht nur um spektakuläre Orte. Es geht um das richtige Timing, um Geduld und um das Gespür für das Zusammenspiel von Form, Farbe und Licht.
Die größten fotografischen Highlights meiner Reise
Auch wenn ich nicht alle Locations öffentlich teile, gab es während der Scoutingreise mehrere besondere Momente. Einer davon war zweifellos die Erg Chigaga. Wer zum ersten Mal dort steht, versteht sofort, warum so viele davon träumen, in der Wüste fotografieren zu dürfen. Es ist nicht nur die Größe der Dünen, die beeindruckt. Es ist auch das Licht.
Zur blauen Stunde verwandelte sich der Himmel in ein tiefes Orange, das sich sanft im Sand widerspiegelte. Die Dünen wirkten noch wärmer und noch intensiver. Der Wind hatte feine Linien in die Oberfläche gezeichnet – perfekte Strukturen für eine klare Bildkomposition. Genau hier zeigt sich, wie sehr das Fotografieren in Marokko von Licht und Timing abhängt. Fünfzehn Minuten später sah die Szenerie bereits vollkommen anders aus.


Ein weiteres Highlight war eine kleine Lehmarchitektur-Szene, die wir eher zufällig entdeckten: Lehmhäuser im Vordergrund, dahinter ein Bergkamm im letzten Abendlicht. Im Vordergrund standen Lehmhäuser, dahinter befand sich ein Bergkamm im letzten Abendlicht. Die Kombination aus erdigen Tönen, klarer Struktur und tiefblauem Himmel war extrem reizvoll für Fotografen. Solche Motive sind es, die die Landschaft Marokkos so einzigartig machen. Sie verbinden Kultur und Natur auf eine sehr organische Weise.
Für mich war auch die Vielfalt der Vordergründe besonders spannend. In Europa arbeitet man häufig mit Gras, Felsen oder Wasser als Gestaltungselement. In Marokko sind es Sand, Steinformationen, ausgetrocknete Flussbetten oder vereinzelte Bäume, die wie aus einer anderen Welt wirken. Genau diese Elemente ermöglichen starke Kompositionen, ohne dass viel inszeniert werden muss.


Beeindruckt hat mich außerdem die Ruhe an vielen Orten. Abseits der bekannten Instagram-Motive waren wir oft allein unterwegs. Kein Gedränge, kein Zeitdruck. Nur Landschaft, Licht und die Kamera. So entsteht Raum für konzentriertes Arbeiten.
Für mich persönlich waren diese Erlebnisse die Bestätigung, dass eine gut geplante Fotoreise nach Afrika enormes Potenzial hat. Nicht nur, um spektakuläre Bilder zu machen, sondern auch, um Landschaft bewusst wahrzunehmen und fotografisch zu gestalten.
Und genau das ist letztlich der Kern, wenn man Marokko fotografieren möchte: Vielfalt entdecken, Licht verstehen und Motive finden, die nicht nur beeindrucken, sondern berühren.
Realität statt Instagram – Die Herausforderungen vor Ort
Bei einer Online-Suche nach Marokko werden meist perfekte Sonnenuntergänge, einsame Dünen und dramatische Bergpanoramen angezeigt. Was man seltener sieht, sind die Bedingungen, unter denen diese Bilder entstehen. Genau deshalb war mir die Scoutingreise so wichtig. Marokko zu fotografieren bedeutet nämlich nicht nur, schöne Motive zu finden, sondern auch, zu verstehen, wie man mit den Gegebenheiten umgeht.
Die größte Herausforderung waren weniger die Hitze als vielmehr Wind und Staub. Im Februar lagen die Temperaturen meist zwischen 25 und 30 Grad, also absolut angenehm. Doch gerade in der Wüste kann Wind schnell aufziehen. Dann wird feiner Sand zum ständigen Begleiter. Das klingt dramatischer, als es ist: Mit etwas Vorbereitung ist das gut machbar. Eine einfache Plastiktüte über der Kamera beim Objektivwechsel oder das Wechseln mit dem Kamerabajonett nach unten gerichtet verhindert, dass Sand ins Innere gelangt. Solche Details entscheiden darüber, ob eine Reise entspannt bleibt oder unnötig stressig wird.
Lange Fahrten sind ein weiterer Punkt, der auf Instagram selten erwähnt wird. Die Entfernungen zwischen den Regionen sind groß. Doch genau diese Strecken waren oft selbst ein Erlebnis. Immer wieder tauchten neue Motive auf. Wir hielten spontan an, testeten Perspektiven und machten Notizen. So wurden selbst vier Stunden im Auto zu einem Teil der fotografischen Entdeckungsreise.
Ein wichtiger Aspekt ist auch die Planung rund um Sonnenauf- und -untergang. Der Sonnenaufgang liegt in der Regel gegen 7:45 Uhr, der Sonnenuntergang gegen 18:30 Uhr. Dazwischen bleibt genügend Zeit für Ortswechsel, Mittagessen und kurze Erholung. Gerade bei einer späteren Fotoreise nach Marokko ist es entscheidend, diese Abläufe realistisch einzuschätzen, damit kein unnötiger Zeitdruck entsteht.
Was ich auf dieser Reise gelernt habe: Marokko zu fotografieren, erfordert Flexibilität. Wetter, Wind oder spontane Entdeckungen können den Plan verändern. Doch genau das macht es spannend. Wer vorbereitet ist, kann sich auf diese Dynamik einlassen und sogar kreative Vorteile daraus ziehen.
Und genau deshalb ist Erfahrung so wichtig. Nicht, um alles kontrollieren zu wollen, sondern um souverän reagieren zu können, wenn die Realität nicht der perfekten Instagram-Version entspricht.
Planung & Location-Scouting – Wie ich vorgegangen bin
Dass diese Reise fotografisch so erfolgreich war, war kein Zufall. Für mich beginnt das Fotografieren Marokkos nicht erst vor Ort, sondern Wochen vorher am Schreibtisch. Ich analysiere Satellitenbilder, den Sonnenstand, Straßenverläufe und mögliche Perspektiven im Voraus sehr genau. So entsteht ein grober Plan, der später flexibel angepasst werden kann.
Vor dieser Reise hatte ich über 30 potenzielle Motive recherchiert. Doch nicht alles, was online gut aussieht, funktioniert auch fotografisch. Vor Ort habe ich daher jede Location geprüft. Ich habe auf Licht, Zugänglichkeit, Parkmöglichkeiten und die Frage, ob sich das Motiv wirklich lohnt, geachtet. Am Ende blieben rund 18 starke Spots übrig – eine gute Balance für eine spätere Fotoreise durch Afrika, ohne von Ort zu Ort zu hetzen.
Zusätzlich entdeckten wir unterwegs weitere Motive, die online kaum sichtbar waren. Gerade auf Passstraßen oder in abgelegenen Tälern zeigt sich, wie vielfältig die Landschaft Marokkos tatsächlich ist. Diese spontanen Entdeckungen sind oft die wertvollsten.

Ein wichtiger Punkt war auch die zeitliche Planung. Zukünftige Reisen finden bewusst nicht im Ramadan statt, um organisatorische Einschränkungen zu vermeiden. Außerdem habe ich vorab analysiert, welche Location zu welcher Tageszeit am stärksten wirkt. Rund 80 Prozent unseres Plans konnten wir umsetzen – ein Zeichen dafür, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist.
Für mich steht fest: Marokko zu fotografieren bedeutet nicht nur, schöne Orte zu finden, sondern sie auch fotografisch richtig einzuordnen. Genau das ist der Unterschied zwischen zufälligen Aufnahmen und durchdachter Landschaftsfotografie.
Unterkünfte & Verpflegung – Komfort trifft Authentizität
Noch immer verbinden viele Marokko mit sehr einfachen Unterkünften oder der Vorstellung, überwiegend in Lehmhütten zu übernachten. Diese Vorstellung ist jedoch längst überholt. Natürlich entspricht der Standard nicht dem mitteleuropäischen, doch gerade das macht den Charme aus. Während meiner Scoutingreise habe ich bewusst keine anonymen Touristenhotels gewählt, sondern überwiegend kleinere, familiengeführte Riads und Unterkünfte, die authentisch sind und dennoch Komfort bieten.
Für mich ist guter Schlaf entscheidend. Wer tagsüber mehrere Stunden unterwegs ist, früh aufsteht und abends lange fotografiert, braucht Erholung. Und genau das war durchweg gegeben. Die Betten waren bequem, die Zimmer sauber und ruhig. Es gab keine Unterkunft, in der ich schlecht geschlafen habe. Das mag nebensächlich klingen, ist für eine spätere Fotoreise nach Marokko aber enorm wichtig.
Auch kulinarisch war ich positiv überrascht. Morgens erwarteten uns frischer Orangensaft, Kaffee oder Tee, Brot, Crêpes, Honig, Marmelade, Käse, Eier und vieles mehr. Einfach, aber reichhaltig. Nach einem intensiven Sonnenaufgang entspannt frühstücken zu können, ohne Hektik, schafft genau die Ruhe, die man zum Fotografieren in Marokko braucht.
Was mich zusätzlich beeindruckt hat, war die Gastfreundschaft der Gastgeber. Sie waren freundlich, hilfsbereit und immer bemüht, Lösungen zu finden. Diese Atmosphäre trägt enorm dazu bei, dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann: die Landschaftsfotografie in Marokko.
Für mich steht fest, dass eine gute Organisation im Hintergrund entscheidend ist. Wer mit mir reist, soll sich nicht um Details kümmern müssen. Er soll ankommen, durchatmen und fotografieren.
Für wen diese Fotoreise nach Marokko geeignet?
Die geplante Reise richtet sich an alle, die Marokko fotografieren möchten und ein echtes Interesse an der Landschaftsfotografie haben. Du solltest grundsätzlich wissen, wie ISO, Blende und Verschlusszeit zusammenhängen. Wenn du deine Kamera im manuellen oder halbmanuellen Modus bedienen kannst, bist du bestens vorbereitet. Solltest du dir bei einzelnen Einstellungen noch unsicher sein, ist das kein Ausschlusskriterium. Genau dafür bin ich da.
Die Reise ist so konzipiert, dass sie sowohl für ambitionierte Anfänger als auch für fortgeschrittene Fotografen geeignet ist. Lange, anspruchsvolle Wanderungen stehen nicht im Vordergrund. Die meisten Fotospots sind direkt erreichbar oder nur durch kurze Fußwege verbunden. Lediglich in der Wüste kann es sein, dass wir morgens etwa 20 Minuten über Sanddünen laufen, um einen optimalen Standort zu erreichen. Doch auch das ist gut machbar und gehört zum Erlebnis dazu.
Mir ist vor allem die Gruppengröße wichtig. Maximal vier Teilnehmer begleiten mich, dazu kommt ein lokaler Fahrer. Diese kleine Konstellation ermöglicht es, flexibel zu bleiben, auf individuelle Fragen einzugehen und sich ausreichend Zeit für jedes Motiv zu nehmen. Niemand soll sich gehetzt fühlen. Wenn das Licht gut ist, bleiben wir. Wenn wir jedoch früher losmüssen, um einen Ort in optimaler Stimmung zu erleben, passen wir uns daran an.

Gerade in der marokkanischen Landschaft spielt Geduld eine große Rolle. Das Licht verändert sich schnell, Schatten wandern und Staubpartikel in der Luft sorgen für weiche Übergänge. Solche Situationen verlangen Ruhe und Konzentration. Das funktioniert in einer kleinen Gruppe deutlich besser als mit zehn oder mehr Personen.
Die Fotoreise nach Marokko ist also ideal für dich, wenn du nicht nur spektakuläre Orte sehen, sondern Marokko auch bewusst fotografisch erkunden möchtest. Wenn du bereit bist, dich auf Licht, Struktur und Komposition einzulassen. Wenn du Wert auf eine durchdachte Organisation legst, die dir den Rücken freihält, damit du dich auf deine Bilder konzentrieren kannst.
Warum ich nicht alle Locations öffentlich teile
Ich werde immer wieder gefragt, warum ich in meinen Reiseberichten oder auf meiner Website nicht die genauen Koordinaten jeder einzelnen Location veröffentliche. Die Antwort ist bewusst gewählt. Wenn ich in Marokko fotografiere, suche ich nicht nur bekannte Hotspots auf, sondern investiere viel Zeit in Recherchen, Tests vor Ort und die Bewertung, ob ein Motiv fotografisch wirklich funktioniert. Dieses Wissen ist Teil meiner Arbeit.
Dabei geht es nicht um Geheimniskrämerei, sondern um Qualität und Schutz. Manche Orte sind sensibel, andere funktionieren nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Wieder andere entfalten ihre Wirkung erst, wenn man genau weiß, wo man stehen muss, wie das Licht fällt oder welche Brennweite sinnvoll ist. Genau dieser Erfahrungsvorsprung macht eine geführte Reise wertvoll.


Eine Fotoreise nach Marokko soll mehr sein als ein gemeinsamer Roadtrip. Sie soll dir ermöglichen, dich vollständig auf deine Bilder zu konzentrieren. Während ich mich um Route, Timing, Lichtplanung und Organisation kümmere, kannst du dich auf Komposition, Technik und kreative Entscheidungen fokussieren. Das ist der eigentliche Mehrwert.
Zudem schützt Zurückhaltung die Locations selbst. Gerade in der Landschaft Marokkos gibt es viele Orte, die noch nicht überlaufen sind. Ich möchte dazu beitragen, dass das so bleibt. Kleine Gruppen, ein respektvoller Umgang mit Natur und Menschen sowie eine bewusste Auswahl der Spots sind für mich selbstverständlich.
Wenn du also mit mir Marokko fotografieren möchtest, bekommst du nicht nur Zugang zu starken Motiven, sondern auch zu dem Wissen, wann und wie sie am besten funktionieren. Genau darin liegt die Exklusivität: nicht im Ort selbst, sondern in der Erfahrung.
Mein persönliches Fazit nach dieser Scoutingreise
Rückblickend war die Entscheidung, nach Marokko zu reisen, absolut richtig. Ich wollte das Land nicht nur aus der Ferne beurteilen, sondern es selbst erleben, verstehen und fotografisch einordnen. Heute kann ich mit Überzeugung sagen: Marokko zu fotografieren, gehört zu den intensivsten und vielseitigsten Erfahrungen der letzten Jahre.
Am meisten hat mich die Vielfalt überrascht. Innerhalb weniger Tage bewegt man sich durch völlig unterschiedliche Landschaften. Vom Atlasgebirge mit seinen dramatischen Linien über weite Hochebenen bis hin zur Wüste, in der Licht und Struktur eine ganz eigene Sprache sprechen. Die Landschaft Marokkos wirkt niemals eintönig. Jede Region hat ihren eigenen Charakter, ihre eigenen Farben und ihr eigenes Licht.
Auch die Menschen haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ihre Offenheit, Gastfreundschaft und entspannte Atmosphäre haben dafür gesorgt, dass ich mich jederzeit willkommen gefühlt habe. Gerade auf einer Fotoreise ist dieses Gefühl entscheidend. Wer sich sicher und gut aufgehoben fühlt, kann kreativ arbeiten.
Fotografisch nehme ich aus dieser Reise vor allem eines mit: Reduktion. In der Wüste zu fotografieren bedeutet, sich auf Linien, Formen und Licht zu konzentrieren. Im Atlasgebirge geht es um Tiefe, Kontraste und Perspektive. Diese Klarheit hat mir selbst gutgetan und meinen Blick geschärft.
Für mich ist diese Reise mehr als nur eine neue Destination in meinem Portfolio. Sie ist ein Ort, an dem man die Landschaftsfotografie neu denken kann. Ein Land, das fordert, inspiriert und gleichzeitig entschleunigt. Genau deshalb freue ich mich darauf, künftig gemeinsam mit Teilnehmern Marokko zu fotografieren und diese Eindrücke zu teilen.
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