Die Blaue Stunde fotografieren. Besonders schöne Landschaftsfotos brauchen vorallem eins: Das perfekte Licht. Das gute Licht für Fotografen entsteht meistens bei Sonnenaufgang/Sonnenuntergang oder davor und danach. In diesem Blog möchte ich dir die sogenannte Blaue Stunde vorstellen. Eine Zeit mit weichem Licht, die von den meisten Outdoor- Fotografen als eine der besten Zeiten zum Fotografieren angesehen wird. 

Was ist die Blaue Stunde?

Die blaue Stunde tritt zweimal pro Tag auf. Sie bezieht sich auf eine Zeitspanne kurz vor Sonnenaufgang, wenn der Himmel von einem tiefen Zwielicht zu dunkelblau und dann zu hellblau wechselt, kurz bevor die Sonne über den Horizont kommt. Es beschreibt jedoch auch die Zeit kurz nach Sonnenuntergang, wenn der Himmel von hellblau zu dunkelblau in eine tiefe Dämmerung wechselt.

Die Blaufärbung wird durch die Tatsache verursacht, dass sich die Sonne bei Sonnenuntergang in einer bestimmten Entfernung unter dem Horizont befindet. Das liegt daran, dass blaue Lichtwellen kürzere Wellenlängen haben, sodass blaues Licht in der Erdatmosphäre gestreut wird.

Die länge der Blauen Stunde ist abhängig von deinem Standort. Je näher du dich am Äquator befindest, desto kürzer ist die Blaue Stunde. Während die Blaue Stunde auf Island 60 Minuten dauert, kann sie auf Teneriffa nur 30 Minuten dauern. Nutze am besten die App Photopills, damit du die Dauer für jeden Standort der Erde ansehen kannst.

Kameraeinstellungen für die blaue Stunde

Da die Lichtverhältnisse während dieses kurzen Zeitraums enorm schwanken, sind die Einstellungen schwer festzulegen. In der Landschafts- oder Stadtfotografie solltest du die Blende auf einen Wert zwischen etwa f/9 und f/14 einstellen. Die ISO stellst du am besten auf 100 oder 200 um ein Rauschen zu verhindern.

Die Verschlusszeit hängt davon ab, welchen Effekt du erzielen möchtest. Ist der Himmel tiefblau – am weitesten entfernt von Sonnenaufgang oder Sonnenlicht – braucht die Kamera etwa fünf Sekunden, bis sie genug Licht eingefangen hat. Achte beim Fotografieren auf das Histogramm damit der Himmel nicht ausbrennt.

Anstatt dem JPG-Format solltest du im RAW-Format fotografieren, denn nur im RAW-Format kannst du in der Nachbearbeitung dein Bild ohne Verluste nach deinen Vorstellungen bearbeiten.

Neben den richtigen Einstellungen ist ein Stativ ein wichtiger Bestandteil. Ohne Stativ kannst du nicht länger als 1/30 Sekunde belichten. Das Stativ sollte standfest sein und nicht nach einem Windstoß umfallen.

Wie beeinflusst das Wetter die blaue Stunde?

Das Wetter spielt hier eine wichtige Rolle, da die blaue Stunde bei klarem Himmel eine viel stärkere Wirkung hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass Du einen absolut klaren Himmel benötigst. Denn Wolkenformationen, die einen rosafarbenen Farbton annehmen, können den Moment zu einem wunderschönen Erlebnis machen.

Früh ankommen und geduldig sein

In Deutschland dauert die Blaue Stunde meistens zwischen 30-40 Minuten. Damit du genügend Zeit hast, solltest du rechtzeitig am Fotomotiv sein. Stelle sicher, dass du früh am geplanten Standort ankommst, um in Ruhe die Gegend auszukundschaften.

Sobald am Motiv angekommen bist, ist es an der Zeit, auf die blaue Stunde zu warten oder zuvor den Sonnenuntergang zu fotografieren. Es kann sein, dass du eine Weile warten musst, da die blaue Stunde nicht direkt nach Sonnenuntergang beginnt.

Experimentiere mit Belichtungszeiten

Neben der klassischen Belichtung kannst du auch eine Langzeitbelichtung wagen (wie BIld oben). Abhängig vom Motiv belichte ich zwischen 2 und 10 Minuten. Mehr Tipps im anderen Blog.

– Fazit –

Die Blaue Stunde fotografieren ist nicht so schwer. Die Farbe und das Licht dieser Stunde strahlt eine besondere Magie aus. Viele laufen nach dem Sonnenuntergang direkt zum Auto bzw. erscheinen bei Sonnenaufgang erst weinige Minutnen vorher am Fotospot. Lass dir Zeit und genieße das Fotografieren. Egal ob in der Landschaft oder Großstadt.

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