Nach einem Jahr ging es wieder in die Schweiz. Nachdem das Kameraequipment, Schlafsack und Luftmatratze, Ersatzkleidung sowie dem Essen und Trinken in den Rucksack gepackt war, wog er ca. 20 Kilo. Kurz noch das Wetter am letzten Abend zuvor gecheckt und die letzten Kleinigkeiten in den Rucksack gepackt.
Am ersten Tag ging es zum Fronalpstock um auf 1930 Höhenmeter den Sonnenuntergang sowie den Sonnenaufgang am Nächsten Tag zu fotografieren. Zunächst jedoch ging es mit der steilsten Goldenbahn der Welt nach Stoos und von dort weitere 600 Höhenmeter auf den Gipfel. Bereits auf dem Weg dorthin konnten wir einige gute Fotospots entdecken. Kurz vor erreichen des Gipfels packe ich die Kamera aus um diese wunderschöne Berglandschaft zu fotografieren. Oben angekommen erstmal einen Überblick verschafft und einen geeigneten Platz für das Zelt und zum fotografieren den Sonnenuntergangs gesucht.

Das letzte Licht des Tages verschwand und wir packen die Kameras in den Rucksack und stellten das Zelt auf, und aßen noch etwas zu Abend. Eigentlich wollte ich noch die Milchstraße fotografieren jedoch war der gesamte Himmel bewölkt.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits im 4:35 und ich öffnete das Zelt! Wow! Wir staunten nicht schlecht als der Himmel sternenklar war und wir einen schönen Sonnenaufgang erlebten.
Nach einem kurzen Frühstück ging es wieder 600 Höhenmeter bergab nach Stoos und von dort zum Parkplatz auf 900m.

Bereits nach einer 3-Stündigen Autofahrt könnten wir das Schild „Oberstdorf“ sehen und gingen erstmal einkaufen für die lange Wanderung und aßen noch schnell zu Mittag.
Gegen 13:45 trafen wir am Parkplatz der Fellhornbahn ein um dort das Auto für die nächsten 24 Stunden abzustellen. Um einige „langweilige“ Kilometer zu sparen, stiegen wir in den Bus um fuhren zum Ausgangspunkt dieser Tour.
In Birgsau angekommen stiegen wir langsam aber sicher die ersten Höhenmeter durch den Wald über die Waldgrenze. Da es einige Tage zuvor regnete und die Sonne selten in den Wald strahlte war die hohe Luftfeuchtigkeit vorprogrammiert. Nachdem wir 300 und 700 Höhenmetern überwunden hatten, gönnten wir uns eine eiskalte Cola in der Pertersalpe und der Enzianhütte. Dem Wegweiser zufolge sollten wir von der Enzianhütte zum Rappensee nur 1 Stunde benötigen. Doch durch die 20Kg Gepäck erreichten wir den See erst 2 Stunden später und die Sonne sank immer weiter Richtung Horizont und wir wollten den See unbedingt vor Sunset erreichen. Oben am Rappensee bot sich uns eine einmalige Landschaft mit dem schönsten Alpenglühen welches ich bisher erleben durfte.

Nachdem das Licht verschwand bauten wir das Zelt auf und richteten und dies erstmal gemütlich ein.
Nach einer kurzen Nacht auf 2.100m über dem Meer stiegen wir um 9 Uhr ab zur Enzianhütte und der Petersalpe.
Der Plan zum Sonnenuntergang war es, den Seealpsee zu fotografieren. Schnell die Fahrtzeiten gecheckt und zur Talstation der Nebelhornbahn gefahren.
Obwohl die letzte Bahn erst um 16:30 zur Bergstation fahren sollte, fuhr bereits um 16:05 die letzte Gondel nach oben.

Auf der Suche nach einer Alternative kam mir der ausgetrocknete Forggensee bei Füssen in den Sinn. Nach einer Stunde erreichten wir den See und suchten einen passenden Spot um den Sonnenuntergang zu fotografieren. Jedoch war das einfacher gesagt als getan. An diesem Abend verließ ich ohne ein Bild den See und wir bauten zum letzten mal das Zelt auf. In der Nacht wurden wir von einem Gewitter überrascht und mussten ins Auto flüchten. Um 9 Uhr packten wir die letzten Sachen ins Auto und machten uns auf den Rückweg.
Insgesamt war das eine sehr schöne Fototour die mich auch an meine körperliche Grenze gebracht hat. 1800 Höhenmeter mit 20KG Gepäck in 2 Tagen überwunden.
Am Ende zählt nicht nur ein gutes Foto sondern auch das Erlebnis selbst.

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