Bereits im Februar 2018 konnte ich Island bereisen und dieses schöne Land kennenlernen. Im September enschied ich mich, erneut auf diese Insel zu fliegen.

Nach einem Monat der Buchung des Fluges nach Island ging es endlich los auf diese fantastische Insel.
Nach über 2 Stunden im Stau kam ich um 10:30 am Flughafen in Frankfurt an. Nach einem kurzen Frühstück im Flughafen wartete ich auf Michael. Der ICE, mit dem Michael zum Flughafen unterwegs gewesen ist, kam mit 25 Minuten Verspätung am Flughafen an. In letzter Minute das Gepäck eingecheckt, schnell durch die Sicherheitskontrolle und zum Boarding. Nach dem pünktlichen Abflug um 12:30 landeten wir 4 Stunden später in Island.
Mietwagen abholt, Essen für die nächsten Tage eingekauft und die nächsten Tage geplant. Da es die ganze nacht regnen sollten reservierte ich ein Zimmer in Hella. Dort angekommen erstmal etwas warmes zu Abendessen gekocht und die Wettermodelle für die nächsten Tage gecheckt.

Am ersten Morgen ging es weiter zum Black Beach nach Vik. Kurze vor Abfahrt noch das Radar gecheckt. Auf der Hinfahrt regnete es kaum. Am Strand erlebten wir jedoch das typisch Isländische Wetter mit Wind, Regen und Kälte. Zumindest konnte ich dort eine Bildidee umsetzten. Bei diesen Bedingungen war es schwierig, ein vernünftiges Bild auf den Sensor der Kamera zu Bannen. Kurz darauf einen warmen Kaffee bei Vik gekauft und weiter zur Fjaðrárgljúfur gefahren. Nachdem wir zu Schlucht liefen, wurden wir von dem Ranger angehalten und darauf hingewiesen, dass die Drohne nur an der Brücke geflogen werden darf. Dort konnte ich die Drohne steigen lassen und fantastische Aufnahmen aus der Luft fertigen.
Danach ging es zur Gletscherzunge des Svínafellsjökull. Die die Straße dorthin sollte jedoch als F-Road gekennzeichnet sein. Viele wollten mit einem Kombi hinfahren und blieben auf der hälfte mit dem Kleinwagen stecken. Sollten wir den Sonnenuntergang dort oder an der Jökulsarlon Lagune fotografieren? Wir entschieden uns für die Jökulsarlon Lagune. Dort ein einigermaßen ordentlichen Bildaufbau zu finden war nicht einfach. Nach dem Sonnenuntergang dem Campingkocher angeworfen und Beaked Beans gekocht. Luxus darf bei solch einer Fototour nicht erwartet werden. Zum Abend stellten wir uns an einen Parkplatz am Diamond Beach und warteten auf Polarlichter. Als der Himmel zuzog packten wir die Schlafsäcke aus und gingen schlafen.

Seit meinem vergangenen Besuch hatte ich noch eine Rechnung mit dem Diamond Beach offen. Während dem fotografieren am Diamond Beach sollte jedoch ein Auge auf die Wellen geworfen werden. Denoch wurde ich 2-3 mal von den unberechenbaren Wellen überrascht. Das Mikrofasertuch sollte am Meer immer in der Jackentasche griffbereit sein um die Filter von Spritzwasser fernzuhalten. Danach ging es nach Höfn um in das Hostel für die nächste Nacht einzuchecken. Vorher jedoch noch etwas einkaufen für die kommende Tage. Am Hosten erfuhren wir, dass der Check-In erst ab 16 Uhr möglich ist. Nach der Ankunft im Hostel erstmal die Bilder und Videos der letzten Tage gesichert und teils bearbeitet. Zum Mittagessen gab es Buletten sowie Bratkartoffeln. Nur die Einkaufskosten für diese zwei Zutaten lagen bei ca. 20 Euro. Um 16 Uhr wollten wir die Schlüssel am Check-In abholen und die Mitarbeiterin meinte, dass uns jemand den Schlüssel bereits um 13 Uhr geben sollte. Nach dem Mittagessen ging es zum Vestrahorn. Dort angekommen hatten wir nur 30 Minuten bis Sonnenuntergang. Schnell zum Meer gelaufen und einen passenden Vordergrund gesucht. Da andauernd die Filter mit Spritzwasser beschmutzt wurden, hielt ich mein Mikrofasertuch davor und erst Sekunden vor dem Auslösen gab ich den Blick der Kamera frei. Leider kamen die Wolken und die letzte Hoffnung auf Polarlicht war verflogen.
Zurück im Hostel die Daten gesichert und die nächsten Tage geplant. Nach dem checken des Wettermodells entschieden wir, über den Süden und nicht norden zum Kirkjufell zu fahren. Da von Sa auf So eine Schlechtwetterfront Island überquert, wäre das die bessere Variante.

An Tag 4 ging es zu einem der unbekannteren Ort auf Island. An diesem Berg, östlich der Islands, konnte ich diese schöne Landschaft fotografieren. Jedeoch war das nicht einfach, da ich zur falschen Jahreszeit dort gewesen bin. Einen guten Bildaufbau zu finden war nicht einfach. Denoch bin ich mit dem Ergebniss zufrieden.

Wieder zurück im Hostel noch die letzten Daten gesichert und Mittagessen gekocht. Danach ging es nach Vik über den Diamond Beach. Dort jedoch was das fotografieren sehr schwierig. 0 Crad und 70er Windböen. Wir zogen uns ins Auto zurück und fuhren weiter nach Vik. Nach einger Zeit konnte ich etwas in weiter Entfernung beobachten. Nebel? Dunst? Nein. Immer wieder überrollte uns eine heftige Staubwolke. Durch den Wind trieb der Sand über die Straße und innerhalb von Sekunden war nichts mehr zu sehen. Nichtmal die Fahrbahnmarkierung links oder rechts. Eine starke Bremsung war Plicht!
In der Nacht übernachteten wir wieder in der Nähe des Black Sand Beach. Immer wieder schaute ich nach draußen und checkte die Polarlichtvorhersage. Polarlicht? Nein, keins in Sicht. Ich nickte kurz ein und hörte drauße schreie. Freudenschreie? Polarlicht? Ich sprang aus dem Auto und endlich das erste Polarlicht. Voller Freude zu einem Spot gefahren, den ich bereits länger auf dem Schirm habe. In dieser Nacht konnten wir während der 7 Tage das berühmte Nordlicht sehen und fotografieren.

Der fünfte Tag startete mit dem schönsten Sonnenaufgang der Reise. Nachdem einige 4×4 auf den Parkplatz fuhren, bemerkte ich dass Stefan Forster und Fabio Antenore am Black Beach einen Workshop gaben. Das Problem? Sobald die Kamera steht und eingerichtet ist, laufen die Workshopteilnehmer den anderen Fotografen mitten ins Bild. Irgendwann standen viele Teilnehmer des Workshops gefählich nahe an den Wellen. Zum Glück blieb die eine Welle aus.
Nachdem wir zusammenpackten und noch schnell einen Kaffe kochen wollten, sprang das Auto nicht mehr an. Kurz bei dem Mietwagenverleih anrufen und Besched gegeben. Nach geschlagenen 2 Stunden kam ein Autohändler aus Vik und gab uns Starthilfe. In seiner Werkstatt noch schnell eine neue Batterie hinein und weiter zum Skógafoss.
Spontan legten wir einen Stop bei dem Solheimajökull gletscher ein. Dort konnte ich meiner Phantom etwas freilauf geben und atemberaubende Aufnahmen fertigen.
Auf unserem Weg nach Hella, hielten wir noch am Skógafoss und einen ziemlich versteckten Wasserfall an. Pünktlich um 16 Uhr checkten wir im Hostel in Hella ein. Das gute an Island ist, dass meist noch spontan ein Zimmer in den Hostels für nur 30€/Person/Nacht verfügbar ist. Das erleichtert die Planung der Fotoreise.
Nach dem Check-In das Nudeln mit Carbonara zum Abendessen gekocht. Danach ein BackUp der Bilder und Videos und natürlich die nächsten Tage geplant soweit das möglich ist.

Nach 9 Stunden schlaf klingelte um 9 Uhr der Wecker. An diesem Morgen konnten wir endlich ausschlafen da es draußen nur regnete. Nach einem Frühstück ging es los zum Háifoss. Auf dem Hinweg entschieden wir, den Háifoss sein zu lassen und weiter zum Gullfoss zu fahren da die Sichtweite auf 50 Meter beschränkt war. Auch dort war das Wetter nicht besser.
Auf dem Weg zum Kirkjufell hielten wir noch einen einem kleineren Wasserfall an. Doch dorf fing es an zu Regnen was die Enttäuschung perfekt machte. Da wir statt durch den Tunnel nach Snæfellsnes an den Fjoden entlang fuhren, konnten wir dank einer Regenpause öfters die Drohne steigen lassen und einmalige Bilder aus der Luft fertigen. Nach und nach spielte ich mit dem Gedanken, ein Hostel für die letzten beide nächte zu reservieren. Für 35€/Nacht kann man da nichts falsch machen. Gerade auf Island sind viele Hostels in der Nebensaison nicht ausgebucht und die Zimmer werden günstig angeboten. Und sollte mal kein Zimmer frei sein, übernachten wir im Auto.
Im Hostel angekommen, Essen gekocht, Bilder bearbeitet und die Wetterprognose gecheckt.

Nach einem kurzen Frühstück die letzten Sachen in den Rucksack gepackt und auf zum Kirkjufell. Kaum das Hostel verlassen begann der Regen. Sollen wir hinfahren? Lohnt sich der Weg? Ja! Am Kirkjufell angekommen war der Parkplatz leer. Nachdem die ersten Bilder im Kasten gewesen sind, kamen die nächsten Fotografen und Touristen. Nur 200 Meter entfernt vom Kirkjufellfoss konnte ich eine einzigartige Spiegelung des Kirkjufell fotografieren. Zurück in der Unterkunft die Bilder gesichert und den Abend geplant. Auf dem Weg zur Sunset-Location hielten wir an um einge Luftaufnahmen zu fertigen. Leider wurde der Sonnenuntergang nichts und wir fuhren zurück zum Hostel. Vergeblich warteten wir auf einen aufklarenden Himmel.

Am letzten Tag ging es vom Westen der Insel nach Reykjavik. Zwischendurch konnte ich vorerst zum letzen mal die Phantom steigen lassen.
Am Nachmittag schauten wir uns die Stadt Reykjavik an und gingen Abends bei Hressó Pizza essen. Für 22€ gibt es eine große Pizza mit einer Cola. Das ist, für die Restaurantpreise in Island sehr günstig. Danach gaben wir den Mietwagen (Icerental 4×4) ab. An der Tür des Abgabeortes lag ein Zettel mit dem korrekten Abgabeort. Dort hingefahren und das Gepäck ausgeladen. Die Gegend wirkte nicht einladent. Denoch verlief alles reibungslos und wir wurden um 22 Uhr zum Flughafen gefahren. Dort warteten wir bis 4 Uhr damit wir das Gepäck einchecken können. Pünktich um 10:40 landeten wir in Frankfurt und die zweite Fotoreise nach Island ging zu Ende.

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