Fotografieren im Winter: Tipps für schönere Winterbilder

Fotografieren im Winter ist immer wieder eine Herrausforderung für das Fotografische Auge sowie den Fotografen. Eine Schneelandschaft zu fotografieren kann sich schwieriger gestalten als gedacht. Die kalte Jahreszeit wartet mit wundervollen Motiven im Winterkleid, stellt aber auch eine Anforderung an Ausrüstung und den Fotografen. Willst du im Winter fotografieren, solltest du einige Dinge beachten. Meine Tipps und Tricks zur Winterfotografie möchte ich mit dir in diesem Artikel teilen.

Tipps für die Winterfotografie

Der Winter ist keine einfache Zeit zum Fotografieren, da einige extreme Bedingungen auftreten können. Unter anderem führen niedrige Temperaturen oft zu Unannehmlichkeiten für Fotografen und zu einer kürzeren Akkulaufzeit. Der Winter bringt jedoch mehrere Vorteile für Landschaftsfotografen, die oft unterschätzt werden:

  • Die Sonne hängt im Vergleich zu anderen Jahreszeiten viel tiefer über dem Horizont und die Goldene Stunde dauert deutlich länger
  • Die Sonne geht im Südosten auf und im Südwesten (in der nördlichen Hemisphäre) unter – Motive die im Sommer nicht passen können im Winter funktionieren
  • Schnee und Frost können die Atmosphäre an vielen Orten erheblich verbessern

Gründliche Vorbereitung für das fotografieren im Schnee

Schau dir unbedingt die Wettervorhersage an und bereiten dich mit geeignete Kleidung vor. Achte bitte nicht nur auf die Temperaturen, sondern auch auf die Windgeschwindigkeit und die Luftfeuchtigkeit – die beiden letzteren können das subjektive Temperaturempfinden stark mindern. Als Landschaftsfotograf solltest du idealerweise 30-45 Minuten vor Sonnenaufgang an am Fotospots sein, da sich vor Sonnenaufgang die schönen Wolken ziemlich früh zeigen können. Aber genau dann erreichen die Temperaturen auch ihren Tiefpunkt.

Bevor zu in den Schnee fährst, sollten die Ersatzakkus an einem wärmeren Ort transportiert werden. Am besten eignet sich dafür die Jackentasche. Ein weiterer Vorteil ist die schnelle Erreichbarbeit, falls der Akku leer wird.

Die Sonnenuntergangsfotografie kann in den Wintermonaten etwas wetterfreundlicher sein, aber sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, sinken die Temperaturen sehr schnell. Wenn man direkt neben der Kamera steht und geduldig auf das beste Licht wartet, wirst du sehr schnell frieren. Daher ist es wichtig, geeignete Schuhe und Kleidung zu tragen, die dich nicht im Stich lassen.

Das solltest du Zuhause nicht vergessen

  • Thermounterwäsche
  • Wärmepads
  • Doppelte Socken
  • Schal und Mütze
  • Warme Handschuhe

Keine wertvolle Zeit verschwenden

Um im Winter tolle Fotos zu machen, ist das Timing viel wichtiger als deine Ausrüstung. Bei mir im Pfälzerwald ist Neuschnee selten und schmilzt/verdreckt oft innerhalb weniger Tage. Bei der Wettervorhersage achte ich darauf, vor allem kurze Schönwetternester nach den Schneeschauern abzupassen. Oft kann sogar bewölktes Wetter gut sein, besonders wenn die Wolken strukturiert sind.

Dieses Beispielfoto wurden keinen Tag nach den Schneefällen fotografiert. Hier bedeckt der Schnee alles, einschließlich die Wurzeln der Bäume. Die Kehrseite davon ist, dass Straßen schwierig zu befahren sein können – sei also äußerst vorsichtig und fahre nur mit Winterreifen. Sicherheit geht immer vor!

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Kontraste im Schnee finden – Lichter & Schatten einbinden

Als Landschaftsfotograf bin ich immer auf der Suche nach interessanten Fotomotiven und Vordergründen. Wind und Frost erzeugen im Neuschnee schöne Formen und Strukturen. Perfekt für den Vordergrund. Achte besonders auf Linien – diese können als führende Linie in deiner Komposition dienen. Kontrollieren dabei die Schärfentiefe, damit das Foto vollständig Scharf abgebildet wird.

Auch Lichter und Schatten im Vordergrund bringen einen guten Motivkontrast und verbessern dein Foto. Vor Ort laufe ich herum und suche nach Vordergründen, welche Schatten auf den Schnee werfen. Dadurch erhält das Motiv mehr Tiefe und Kontrast.

Sonne als Haputmotiv nutzen

Die Sonne ist ein wunderbares Hauptmotiv und bildet einen schönen Kontrast zwischen der warmen Sonne und dem kalten Schnee. Hast du ein gutes Objektiv das schöne Sonnensterne zeichnet, dient die Sonne als wunderbares Kompositionselement in den Bildern. Um diese Sonnensterne erscheinen zu lassen, musst du das Objektiv auf eine sehr kleine Blende wie f/14 oder f/16 abblenden.

Bist du mit Lightroom vertraut, gibt es eine weitere sinnvolle Technik, um Überbelichtung und zu vermeiden: Vor Ort nimmst du zwei Bilder auf – eines für die Sonne mit f/16 und eines für den Vorder- und Hintergrund mit einer größeren Blende wie f/8 . Kombiniere dann die beiden Bilder in der Bearbeitung, um die Beugungsunschärfe zu minimieren.

Fazit

Das Fotografieren im Winter ist eine schöne Abwechslung und bereitet mir immer wieder Freude. Wichtig ist jedoch, die Gefahren nicht zu unterschätzen und immer auf das Körpergefühl zu hören.

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