Langzeitbelichtung fotografieren – Meine Tipps

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Was ist eine Langzeitbelichtung? Welche Ausrüstung brauche ich? Welche Filter eignen sich hierfür? Fragen über Fragen und hier findest du die Antworten. Grundlegend sollten einige Kleinigkeiten beachtet werden, damit auch deine Langzeitbelichtungen gut aussehen.

Im Gegensatz zu einem normalen Foto ist eine Langzeitbelichtung viel dynamischer; Anstatt den Bruchteil einer Sekunde in der Zeit einzufangen, gibt es uns einen Überblick darüber, wie eine Landschaft über Sekunden oder Minuten hinweg aussieht.

Langzeitbelichtung einfach fotografieren

Bildkomposition & Bildgestaltung

Eine großartige Location allein reicht nicht aus. Da das Foto sichtbare Bewegungen zeigen soll, solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Welchen Effekt kann die Langzeitbelichtung bewirken?
  • In welche Richtung fließt das Wasser?
  • Wohin ziehen die Wolken?
  • Werden verschwommene Wolken den Betrachter vom Motiv ablenken oder den Blick auf andere Weise vom Kurs abbringen?

Die Grundlage für ein gelungenes Foto besteht darin, die Komposition der Bilder gründlich zu durchdenken. Teile das Bild beim Komponieren in drei Teile: Vordergrund, Mitte und Hintergrund.

Ein gutes Stativ

Kurzum: Ohne Stativ geht es nicht! Bei einer Langzeitbelichtung arbeiten wir mit Belichtungszeiten ab 1/2 Sekunde bishin zum zweistelligen Minutenbereich. Wenn Du verhindern willst, dass lange Belichtungszeiten unscharfe Bilder verursachen, nimm ein gutes Stativ zur Hand. Seit vielen Jahren nutze ich das Rollei Rock Solid Beta und bin sehr zufriden damit.

Das Stativ sollte stabil auf dem Untergrund stehen. Bevor du die Kamera auf das Stativ klemmst, solltest du die Mittelsäule wieder einfahren. Damit erhältst du etwas mehr Stabilität und damit eine bessere Aufnahme.

Neben dem Stativ solltest du auch einen Kabelauslöser oder einen Timer mit einer Mindestverzögerung von fünf Sekunden nutzen. Damit kannst du auch Belichtungen über 30 Sekunden erstellen.

Mehrere ND-Filter nutzen + App

Auch bei Tageslicht wird selbst ein ND1000 (10 Blendenstufen) zu wenig sein. Um eine längere Belichtungszeit zu erhalten, kombiniere ich verschiedene Filter miteinnander. Bei Grundeinstellungen von ISO 100, f10 und einer Verschlusszeit von 1/160 Sekunde würde ich die Belichtungszeit mit einem ND1000 auf 6 Sekunden verlängern. In manchen Situationen kann das zu wenig sein und ich nutze zusätzlich einen ND64. Insgesamt liegt nun die Belichtungszeit bei 6 Minuten und 40 Sekunden. Wie ich das ausgerechnet habe? Im App-Store sind zahlreiche Apps zu finden um die Belichtungszeiten mit Filter zu berechnen.
Nachdem du die Belichtungszeit perfekt eingestellt hast, kannst du die Fitler auf die Kamera schauben. Da die Kamera mit Filter keinen Fokus findet, solltest du zuvor den Auslöser halb durchdrücken bis das Motiv fokussiert ist. Anschließend schalte den Autofokus ab. Solange du die Brennweite nicht änderst, musst du nicht nach jedem Foto fokussieren.

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