In den letzten Jahren ist es für viele Fotografen deutlich interessanter geworden, nach einer Lightroom-Alternative zu suchen. Gerade bei meinen Workshops und Fotoreisen fällt mir immer häufiger auf, dass sich viele Teilnehmer intensiv mit anderen Programmen für die Bildbearbeitung beschäftigen oder Lightroom sogar komplett ersetzen möchten. Der Hauptgrund dafür sind meist die steigenden Kosten des Adobe-Abos. Während das Foto-Abo vor einigen Jahren noch deutlich günstiger war, kostet es aktuell rund 23,59 € pro Monat.

Gleichzeitig entstehen ständig neue Programme, die Lightroom ersetzen oder zumindest eine günstigere Alternative darstellen sollen. Besonders kleinere Anbieter werben häufig mit modernen Benutzeroberflächen, KI-Funktionen oder einmaligen Kaufpreisen. Dadurch entsteht schnell der Eindruck, dass Lightroom überholt oder zu teuer ist.

In den letzten Monaten habe ich deshalb selbst einige Programme getestet und mich intensiver mit verschiedenen Lightroom-Alternativen beschäftigt. Dabei wurden besonders häufig RapidRAW und Luminar Neo genannt. Dabei habe ich jedoch auch festgestellt, dass viele Diskussionen rund um die Bildbearbeitung oft an den eigentlichen Problemen vorbeigehen.

Denn in der Landschaftsfotografie entscheidet am Ende meistens nicht die vermeintlich beste Software über ein gutes Bild, sondern vor allem Licht, Wetter und die Situation vor Ort.

Warum immer mehr Fotografen nach einer Lightroom Alternative suchen

Aktuell ist der Preis von Lightroom und Photoshop für viele Fotografen der größte Auslöser. Gerade die letzte Preissteigerung kam für viele überraschend. So kostet das reguläre Foto-Abo von Adobe laut aktuellem Stand (Mai 2026) rund 23,59 € pro Monat. Hochgerechnet entspricht das über 280 € pro Jahr, und das nur für die Bildbearbeitung.

Gerade Hobbyfotografen hinterfragen deshalb immer häufiger, ob sich diese laufenden Kosten überhaupt noch lohnen. Dies gilt insbesondere, wenn Lightroom nur gelegentlich genutzt wird oder wenn man sich erst langsam mit der Bildbearbeitung beschäftigt.

Foto-Abo mit Lightroom/Photoshop unter 150 Euro im Jahr

Es gibt allerdings einen kleinen Trick, den viele nicht kennen. Das Adobe-Foto-Abo ist bei Amazon oder anderen Onlinehändlern regelmäßig deutlich günstiger erhältlich. Häufig kostet die Jahreslizenz dort zwischen 90 und 150 Euro. Selbst bei 150 € entspricht das nur etwa 12,50 € pro Monat und liegt damit fast auf dem Niveau der früheren Adobe-Preise. Bei 90 € reduziert sich der monatliche Preis sogar auf ca. 7,50 €.

Gerade deshalb lohnt es sich meiner Meinung nach, nicht vorschnell zu kündigen, sondern die Preise regelmäßig zu beobachten. Zusätzlich haben diese Jahreslizenzen keinen automatischen Verlängerungsmechanismus, wie es bei dem klassischen Adobe-Abo der Fall ist. Das macht die Sache für viele Fotografen deutlich entspannter.

Trotzdem verstehe ich sehr gut, warum sich aktuell viele mit einer Lightroom-Alternative beschäftigen. Neue Programme wirken oft moderner, einfacher oder günstiger. Gleichzeitig entsteht schnell die Hoffnung, dass andere Software bestimmte Probleme besser lösen könnte als Lightroom.

In Workshops merke ich allerdings häufig, dass viele Fotografen weniger mit ihrer eigentlichen Bildbearbeitung unzufrieden sind, sondern vielmehr hoffen, dass eine neue Software ihre Bilder automatisch verbessert. Genau hier wird meiner Meinung nach die Bedeutung der Software oft überschätzt.

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Warum Lightroom für viele Fotografen trotzdem weiterhin sinnvoll ist

Trotz der Preissteigerungen halte ich Lightroom für viele Fotografen nach wie vor für eine der sinnvollsten Lösungen. Das liegt nicht nur an der Bildbearbeitung selbst, sondern auch am gesamten Workflow rund um Archivierung, Organisation und Weiterverarbeitung der Bilder.

Viele vergessen nämlich, dass Lightroom deutlich mehr ist als nur ein Programm zur Bildbearbeitung. Gerade wenn über Jahre Tausende Bilder entstehen, wird eine gute Organisation extrem wichtig. Bilder lassen sich verschlagworten, bewerten und später sehr schnell wiederfinden. Genau das setzen viele kleinere Programme entweder gar nicht oder nur sehr umständlich um.

Hinzu kommt, dass Lightroom mittlerweile sehr stabil läuft. Das war bei anderen Fotobearbeitungsprogrammen in der Vergangenheit leider nicht immer der Fall. Zwar wirken viele Lightroom-Alternativen zunächst modern und interessant, gleichzeitig treten dort aber häufig kleinere Bugs oder Performance-Probleme auf.

Belichtungsreihen, HDR-Aufnahmen oder Fokus-Stacking lassen sich außerhalb von Lightroom und Photoshop oft nur mit zusätzlichen Programmen oder komplizierten Umwegen umsetzen.

Lightroom Videokurs

Ein weiterer großer Vorteil sind die vielen Tutorials und Lernmaterialien. Für Lightroom findet man unzählige gute Videos und Videokurse, die entweder kostenlos auf YouTube verfügbar sind oder als ausführliche Videokurse angeboten werden. Gerade Anfänger profitieren davon enorm.

Bei kleineren Programmen fehlt dieses Wissen häufig komplett. Genau deshalb bezahlt man bei Lightroom meiner Meinung nach nicht nur für die Software selbst, sondern auch für das riesige Ökosystem rund um das Programm.

RapidRAW – eine spannende Lightroom Alternative für Anfänger

RapidRAW ist eine noch relativ neue und Open-Source-basierte Lightroom Alternative, die ich in den letzten Monaten etwas intensiver getestet habe. Gerade für Anfänger finde ich das Programm interessant, weil man sich ohne große Kosten erst einmal grundsätzlich mit RAW-Bildbearbeitung beschäftigen kann.

Die Oberfläche wirkt vergleichsweise modern und aufgeräumt. Viele grundlegende Funktionen wie Belichtung, Farben oder Kontraste lassen sich schnell verstehen und auch die ersten Ergebnisse sehen häufig überraschend gut aus. Gerade wenn man noch nicht sicher ist, ob Fotografie langfristig wirklich das richtige Hobby ist, halte ich RapidRAW deshalb für einen sinnvollen Einstieg.

Trotzdem merkt man im direkten Vergleich zu Lightroom relativ schnell die Unterschiede. Besonders bei größeren Bildmengen, komplexeren Workflows oder der Archivierung wirkt Lightroom deutlich ausgereifter. Auch die Möglichkeiten rund um Belichtungsreihen, Fokus Stacking oder umfangreiche Katalogisierung fehlen entweder komplett oder funktionieren nur eingeschränkt.

rapidraw

Gerade als Landschaftsfotograf merke ich außerdem, wie wichtig ein stabiler und schneller Workflow langfristig wird. Genau dort hat Lightroom aktuell für mich noch klare Vorteile.

Trotzdem finde ich RapidRAW als kostenlose Lightroom Alternative gerade für Anfänger deutlich interessanter als viele andere kleinere Programme. Vor allem deshalb, weil man ohne großes Risiko ausprobieren kann, ob einem Bildbearbeitung überhaupt Spaß macht.

Luminar Neo – die perfekte Lightroom Alternative?

Luminar Neo gehört wahrscheinlich zu den bekanntesten Lightroom-Alternativen der letzten Jahre. Insbesondere die modernen KI-Funktionen und die einfache Bedienung wirken auf viele Fotografen zunächst äußerst interessant. Gerade Anfänger erzielen mit Luminar häufig sehr schnell sichtbare Ergebnisse.

Auch ich kann nachvollziehen, warum das Programm auf den ersten Blick attraktiv wirkt. Viele Bearbeitungen lassen sich deutlich schneller umsetzen als in Lightroom, zudem wirkt die Oberfläche moderner und einfacher aufgebaut.

Trotzdem habe ich bei Luminar Neo relativ schnell einige Probleme festgestellt. Gerade bei größeren Bildmengen oder komplexeren Bearbeitungen wirkt das Programm für mich deutlich weniger stabil als Lightroom. Kleinere Bugs, längere Ladezeiten oder unerwartete Fehler sind mir in der Vergangenheit leider häufiger begegnet.

Hinzu kommt ein Punkt, den viele am Anfang unterschätzen. Luminar Neo wird zwar oft als einmaliger Kauf beworben, doch in der Praxis erscheint fast jedes Jahr eine neue Version mit zusätzlichen Funktionen. Wer langfristig Zugriff auf die neuesten Werkzeuge haben möchte, muss regelmäßig neue Versionen nachkaufen. Für mich wirkt das wie ein Abo durch die Hintertür.

Gerade als Landschaftsfotograf vermisse ich außerdem einen wirklich ausgereiften Gesamtworkflow. Für schnelle Bearbeitungen ist Luminar durchaus gut geeignet. Sobald jedoch größere Archive, Belichtungsreihen oder ein langfristig strukturierter Workflow wichtig werden, sehe ich aktuell weiterhin Lightroom vorne.

Warum viele Fotografen die Bedeutung der Bildbearbeitung überschätzen

In den sozialen Medien entsteht schnell der Eindruck, dass gute Bilder hauptsächlich durch Bildbearbeitung entstehen. Neue KI-Funktionen, Presets oder bestimmte Farblooks scheinen oft wichtiger zu sein als das Foto selbst. Dadurch beschäftigen sich viele Fotografen irgendwann deutlich mehr mit Software als mit Licht oder Bildgestaltung.

In meinen Workshops stelle ich jedoch immer wieder fest, dass starke Bilder meistens bereits draußen entstehen und nicht erst später am Computer. Licht, Wetter, Perspektive und der richtige Moment beeinflussen die Bildwirkung deutlich stärker als die Wahl der Software.

Natürlich kann gute Bildbearbeitung ein Foto verbessern. Gleichzeitig lassen sich schlechtes Licht oder eine schwache Komposition auch mit der besten Software nur sehr begrenzt retten. Genau deshalb halte ich es für problematisch, wenn Fotografen hoffen, dass ein neues Programm ihre Bilder automatisch verbessert.

bildbearbeitung

Gerade in der Landschaftsfotografie entsteht die eigentliche Bildwirkung oft bereits vor Ort. Nebel, Lichtstimmungen oder Wetterveränderungen lassen sich später nicht einfach künstlich ersetzen. Deshalb investiere ich persönlich deutlich mehr Zeit in Planung, Licht und Perspektive als in die Suche nach immer neuer Software.

Warum ich persönlich weiterhin bei Lightroom bleibe

Persönlich würde ich Lightroom nicht verlassen, nur weil das Abo teurer geworden ist. Gerade wenn man bedenkt, wie viel Geld viele Fotografen regelmäßig für neue Kameras, Objektive oder Zubehör ausgeben, erscheinen 150 € pro Jahr für die komplette Bildbearbeitung plötzlich nicht mehr so extrem. Genau dort stimmt für mich die Relation häufig nicht ganz.

Hinzu kommt, dass Lightroom für meinen Workflow einfach zuverlässig funktioniert. Import, Archivierung, Bildbearbeitung und Export laufen stabil und ohne größere Probleme. Das ist für mich langfristig deutlich wichtiger, als ständig neue Funktionen oder moderne KI-Werkzeuge auszuprobieren.

Zusätzlich kaufe ich das Adobe-Foto-Abo meist dann, wenn es bei Amazon oder anderen Händlern günstiger erhältlich ist. Dadurch reduzieren sich die monatlichen Kosten teilweise deutlich. Gerade deshalb sehe ich aktuell keinen Grund, meinen gesamten Workflow umzustellen.

Das Schöne dabei ist außerdem, dass man diese Jahreslizenzen oft direkt mehrfach erwerben kann. Wer beispielsweise drei Lizenzen kauft, ist damit im Grunde bereits für die nächsten drei Jahre abgesichert und muss sich erst einmal keine Gedanken über weitere Preissteigerungen machen.

lightroom alternative

Bei der Bildbearbeitung möchte ich mich möglichst wenig mit technischen Problemen oder instabiler Software beschäftigen. Genau deshalb bleibe ich persönlich aktuell weiterhin bei Lightroom.

Wann sich eine Lightroom Alternative trotzdem lohnen kann

Es gibt allerdings Situationen, in denen sich eine Lightroom-Alternative durchaus lohnen kann. Gerade Anfänger müssen meiner Meinung nach nicht sofort ein teures Abo abschließen, wenn sie noch nicht wissen, ob die Fotografie langfristig das richtige Hobby für sie ist.

Genau hier können Programme wie RapidRAW interessant sein. Sie ermöglichen eine kostengünstige Beschäftigung mit der RAW-Bildbearbeitung und bieten die Möglichkeit, zu lernen, wie Farben, Kontraste oder Belichtung funktionieren. Für den Einstieg reicht das häufig vollkommen aus.

Auch Fotografen, die nur gelegentlich Bilder bearbeiten und keine umfangreiche Bildverwaltung benötigen, kommen mit einfacheren Programmen oft problemlos zurecht. Nicht jeder benötigt sofort einen komplexen Workflow mit Archivierung, Fokus-Stacking oder umfangreicher Katalogisierung.

Trotzdem würde ich vielen Fotografen raten, sich vor einem Wechsel ehrlich zu fragen, warum sie überhaupt wechseln möchten. Geht es wirklich um den Workflow oder hauptsächlich darum, Geld zu sparen? Gerade wenn man bereits seit vielen Jahren mit Lightroom arbeitet, kostet ein kompletter Umstieg oft deutlich mehr Zeit und Nerven als zunächst gedacht.

Am Ende bleibt die Bildbearbeitung vor allem ein Werkzeug. Viel wichtiger ist meistens, wie bewusst man fotografiert und welche Situationen man draußen überhaupt erkennt.

Die beste Bildbearbeitung ersetzt kein gutes Licht

Meiner Meinung nach wird die Bedeutung der Bildbearbeitung in der Landschaftsfotografie häufig überschätzt. Natürlich können Programme wie Lightroom ein Bild verbessern und bestimmte Stimmungen verstärken. Die Grundlage eines starken Fotos entsteht allerdings fast immer bereits draußen vor Ort.

Viele Fotografen verbringen heute extrem viel Zeit damit, neue Presets, KI-Funktionen oder Lightroom-Alternativen zu testen. Dabei wird oft vergessen, wie wichtig gutes Licht, das Wetter und die richtige Perspektive sind. Genau diese Faktoren beeinflussen die Bildwirkung meist deutlich stärker als die spätere Bearbeitung.

Ein interessantes Lichtfenster, Nebel in der Landschaft oder eine ruhige Stimmung lassen sich später nur sehr begrenzt künstlich erzeugen. Deshalb investiere ich persönlich deutlich mehr Zeit in die Planung der Bedingungen und des Lichts als in die Suche nach immer neuer Software.

Genau darum geht es auch in meinem E-Book zur Landschaftsfotografie. Darin zeige ich ausführlich, wie sich die Wirkung eines Motivs durch Licht, Wetter und unterschiedliche Bedingungen verändert und warum viele starke Bilder bereits lange vor der eigentlichen Bildbearbeitung entstehen.

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Fazit

Für manche Fotografen kann eine Lightroom-Alternative durchaus sinnvoll sein. Gerade Anfänger und Hobbyfotografen, die sich zunächst ohne große Kosten mit der Bildbearbeitung beschäftigen möchten, haben mittlerweile die Wahl zwischen einigen interessanten Programmen. Besonders RapidRAW eignet sich meiner Meinung nach sehr gut als Einstieg.

Trotzdem würde ich persönlich niemals nur wegen eines höheren Preises die Software wechseln. Gerade wenn man regelmäßig fotografiert und über Jahre ein großes Bildarchiv aufgebaut hat, sind ein stabiler Workflow, eine gute Organisation und zuverlässige Funktionen deutlich wichtiger als ein paar Euro Preisunterschied pro Monat.

Viele Lightroom-Alternativen wirken auf den ersten Blick moderner oder günstiger. Im Alltag zeigen sich dann allerdings häufig Einschränkungen bei der Stabilität, der Archivierung oder bei komplexeren Workflows. Genau deshalb bleibe ich aktuell weiterhin bei Lightroom.

Letztendlich entsteht ein starkes Bild ohnehin selten durch die Software selbst. Viel wichtiger sind Licht, Wetter, Perspektive und die Fähigkeit, Situationen draußen bewusst wahrzunehmen. Genau dort entscheidet sich meistens, ob ein Bild wirklich funktioniert oder nicht.


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