Monitor kalibrieren – Meine Erfahrung

Warum sollte man seinen Monitor kalibrieren? Die Farbkalibrierung sollte definitiv ein wesentlicher Bestandteil des Workflows eines jeden Fotografen sein. Andernfalls ist es unmöglich zu sagen, ob die am Monitor angezeigten Farben wirklich korrekt sind. Es gibt viele Möglichkeiten, doch die einfache Methode umfasst ein Monitorkalibriergerät zur Farbprofilierung deines Monitors für die tägliche Fotobearbeitung und Bildbetrachtung. In diesem Artikel werde ich mich nur auf einfache Methoden konzentrieren, damit dein Monitor mehr oder weniger genaue Farben anzeigt.

Monitor einfach kalibrieren

1) Warum ist die Farbkalibrierung wichtig?

Eines der großen Missverständnisse bei der Farbkalibrierung ist, dass die Leute denken, dass sie nur zum Drucken benötigt wird. Es wird für alles benötigt – von der Anzeige der Fotos bis hin zur Bearbeitung der eigenen Bilder in Adobe Photoshop, Lightroom* oder einer anderen Software. Wenn dein Monitor nicht richtig farbkalibriert ist, siehst du höchstwahrscheinlich nicht alle farbdetails in den Bildern.

Ich persönlich habe lange Zeit nicht viel auf die Farbkalibrierung geachtet und darunter sehr gelitten. Meine Bilder hatten oft übersättigte Farben und seltsame Töne, und da ich keine Ahnung von Dingen wie dem ICC-Farbprofil hatte. Eines Tages hatte ich die Gelegenheit, meine Bilder auf einem farbkalibrierten Computer zu betrachten. Nachdem ich gesehen hatte, wie schlecht die Bilder aussahen, wurde mir klar, dass es an der Zeit war, etwas zu ändern. Zuerst dachte ich, dass ich vielleicht einige kostenlose Farbkalibrierungstools verwenden könnte. Diese sind bereits in meinem Betriebssystem integriert. Ich sah keinen Grund, ein paar hundert Dollar für ein Kolorimeter auszugeben. Im Laufe der Zeit wurde mir jedoch klar, dass die Auswahl eines geeigneten Monitors und seine Farbkalibrierung entscheidend waren, insbesondere wenn ich wollte, dass meine Fotografie ernst genommen wird.

Wenn Du deinen Monitor in der Vergangenheit noch nie richtig kalibriert hast, wirst du vermutlich schockiert sein, wie unterschiedlich deine Bilder nach einer ordnungsgemäßen Kalibrierung aussehen werden. Zum Glück ist es mit guten Farbmessgeräten sehr einfach, jeden Monitor zu kalibrieren.

2) Art des Monitor

Zweifellos ist die Wahl eines guten Monitors für eine genaue Farbwiedergabe sehr wichtig. Seit vielen Jahren nutze ich die Monitore von BenQ und aktuell den BenQ SW270C*, welcher derzeit für 700 Euro erhältlich ist. Günstige Modelle unter 400 Euro sind meistens mit einem „TN“- oder „Twisted Nematic“-Panel ausgestattet, das Farben aufgrund des begrenzten Farbraums und Dithering nicht genau anzeigen kann. Das liegt daran, dass solche Monitore nie für farbkritische Arbeiten entwickelt wurden – sie sind Verbrauchermonitore, die für grundlegende Computer-, Spiele- und andere Anforderungen entwickelt wurden. Es ist wichtig, einen zuverlässigen Monitor für die Bildbearbeitung zu haben, da billige Verbrauchermonitore ihre Farben und Helligkeitsstufen von Zeit zu Zeit ändern können, was die Farbkalibrierung im Laufe der Zeit möglicherweise weniger genau und effektiv macht.

Kaufst du Dir einen neuen Monitor, solltest du auf folgende Dinge achten:

  • Kelvin (Weißabgleich) sowie Helligkeit kann manuell eingestellt werden
  • WQHD statt 4K – damit kann die Schärfe eines Fotos besser beurteilt werden.
  • Monitor sollte 99% AdobeRGB abdecken (optional)

3) Monitor kalibrieren mit Datacolor SpyderX

Neben unzähligen internen Softwares bevorzuge ich die jedoch die Hardware. Seit einiger Zeit nutze ich den Datacolor SpyderX* um meinem Monitor alle 1-2 Monate zu kalibrieren.

Nachdem der SpyderX bei dir eingetroffen ist, wird es Zeit, mit der Kalibrierung zu beginnen. Sei auf einen Schock vorbereitet – wenn Du dies noch nie zuvor getan hast, wirst du wahrscheinlich eine drastische Farbänderung sehen. Der Spyder wird mit der Kalibrierungssoftware von Datacolor geliefert, die du auf deinem Computer installieren solltest. Die Software ist super einfach zu bedienen. Es gibt einen Assistenten, der Dich durch den gesamten Prozess führt. Der erste Bildschirm bietet Ihnen eine Checkliste, die du durchlaufen musst, um sicherzustellen, dass der Monitor bereit ist, um kalibriert zu werden.

Fazit

Eine Kalibrierung ist unerlässlich. Ohne die Kalibrierung kannst du deine Fotos nicht richtig betrachten und bearbeiten. Ein nicht kalibrierter Monitor bedeutet, dass du ein Bild in eine Richtung bearbeitest, nur um festzustellen, dass das “tatsächliche” Ergebnis anders aussieht. Möglicherweise verlierst du dadurch Details in Schwarztönen oder Glanzlichtern, obwohl sie für dich richtig erscheinen.

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