Perfektes Objektiv für die Landschaftsfotografie

Gibt es ein perfektes Objektiv für die Landschaftsfotografie? Diese möchte ich in diesem Blog beantworten. Brennweite, Zoom vs. Prime, Qualität, Marke sind nur einige der Faktoren eine Rolle spielen. Der gesamte Prozess der Anschaffung neuer Kameraobjektive für die Landschaftsfotografie kann sehr schwierig sein.

Punkt 1 – Richtige Brennweite für die Landschaftsfotografie

Der Prozess, das perfekte Objektiv für die Landschaftsfotografie zu finden kann einfach in zwei Schritte unterteilt werden: Auswahl der richtigen Brennweite und Betrachtung von Kompromissen zwischen Preis, Leistung und Qualität.

Weitwinkelobjektive

Die naheliegendste Wahl für Landschaftsfotografen ist ein Weitwinkelobjektiv, das mit dem Bereich von 16-35 vergleichbar ist. Es gibt sicherlich weitere Optionen (wie ein 14-24 oder 10-20mm für Kameras mit APS-C Sensor), aber für allgemeine Situationen nutze ich diesen Brennweiten-Bereich.

Bei der Auswahl des perfekten Weitwinkelobjektivs sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Offensichtlich ist die Gesamtbildqualität des Objektivs sehr wichtig. Sind die Bilder in verschiedenen Blenden von Ecke zu Ecke scharf? Werden Farben genau dargestellt? Was ist mit chromatischer Aberration, Autofokus, Linsenkoma? Dies sind alles technische Aspekte, die beachtet werden sollten.

Eines der Objektive in meiner Tasche ist das Nikon14-30mm f4* für meine Nikon Z7. Dieses Objektiv kaufte ich vor einigen Monaten zu meiner Z7 mit dem Z-Mount für “nur” 1200€. Ich recherchiere viel auf verschiedenen Websites, um Bewertungen zu allen von mir gekauften Ausrüstungsgegenständen zu lesen. Viele Fotoläden bieten auch die Möglichkeit, ein Objektiv zu testen. Bist du dir unschlüssig, geh zum örtlichen Fotoladen und leihe dir dein Wunschobjektiv aus.

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Normal- und Teleobjektive

Neben den Weitwinkelobjektiven sind auch die Normal- und Teleobjektive* bei Landschaftsfotografen wichtige Objektive. Die nächsten beiden Objektive in den meisten Kamera-Kits sind die Bereiche 24-70 mm und (bis vor einem halben Jahr) 70-200mm. Der Bereich von 24-70 mm ist ein großartiger Allzweck-Zoombereich, um auch etwas weiter entfernte Objekte fotografisch in Szene zu setzten. Die beliebtesten Varianten dieser Objektive haben eine lichtstarke Blende von 2,8 oder eine Blende von f4. Wenn Du bei schlechten Lichtverhältnissen nicht viel aus der Hand fotografierst, ist die Option f4 normalerweise die bessere Wahl. Sie sind leichter und in der Regel billiger.

Mit dem Bereich von 70 bis 200 mm können die Dinge etwas interessanter werden. Wie bei dem Bereich von 24-70 mm wird dieser mittlere Telezoom normalerweise mit einer Blende von 2,8 oder f4 angeboten. Für die Landschaftsfotografie bevorzuge ich die f4-Version, da meine Kamera normalerweise auf einem Stativ montiert ist und damit keine Offenblende benötigt wird. Daruch bleibt auch das des Fotorucksack etwas leichter. Wenn du jedoch Wildtiere fotografierst, wird ein Teleobjektiv mit einer 2.8er Blende bessere Dienste leisten. Beachte jedoch, dass es auch viele Variationen diesen Objektivtypen gibt. Einige enthalten möglicherweise eine Bildstabilisierung, die den Preis für erheblich erhöht. Wiederum produzieren viele Marken von Drittanbietern (Sigma, Tamron etc.) hervorragende Versionen dieser beiden beliebten Brennweiten.

Super Teleobjektive

Die meisten Landschaftsfotografen scheinen sich bei Teleobjektiven auf den Bereich von 70-200m fixiert zu haben. Besonders bei einer Kamera mit Vollformat sind 200mm in manchen Situationen einfach zu wenig. Seit über einem halben Jahr nutze ich das 100-400mm f5.6 von Tamron*. Hier findest du den Testbericht. Sowohl Sigma als auch Tamron bieten 150-600mm-Objektive sowie 100-400mm Objektive zu einem recht guten Preis an.

Das Gute an diesen Objektiven ist, dass Sie zusätzlich neben der Landschaftsfotografie ggf. auch in der Wildlife-Fotografie zu nutzen sind. Da es sich um Wildlife-Fotografie handelt, ist es nicht das beste Objektiv, da es in Bezug auf die Blende ziemlich langsam ist (von 5,6 bis 6,3 auf 400mm). Besonders die Objektive zwischen 100mm und 400mm haben keine Offenblende sondern beginnen meist bei einer 5.6er Blende. Dadurch wiegen die Linsen nicht ganz so schwer und sind zum Teil leichter als ein 70-200er mit 2.8er Blende.

Besonders in der Landschaftsfotografie eröffnen 400mm vollkommen neue Perspektiven. Ich habe mich in jüngerer Zeit für das 100-400mm Objektiv in der Landschaftsfotografie entschieden, da ich dadurch die Möglichkeit hab, etwas kreativer zu sein und die Dinge etwas anders zu sehen. Diese größeren Objektive verfügen normalerweise über Bildstabilisierungs- und Zoomsperren, um zu verhindern, dass das Objektiv bei Nichtgebrauch „herauskriecht“.

Punkt 2 – Qualität, Leistung & Preis

Bildqualität

Das erste, worauf Du achten solltest, ist die Bildqualität des Objektivs. Vor dem Kauf einer neuen Linse lese ich oft viele Bewertungen zu Artikeln. Du findest vielleicht ein Objektiv, das gut zu deinem Geldbeutel passt, aber was macht dieses Objektiv billiger als ein anderes Objektiv des gleichen Kalibers? Objektivbewertungen sind eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, ob Du das gewünschte Objektiv kaufen möchtest. Achten auf Schärfe, Verarbeitungsqualität, Wetterschutz und die Gesamtleistung des Objektivs.

Beim Kauf eines Objektiv insbesonders für die Landschaftsfotografie achte ich besonders auf die Schärfe von Kante zu Kante. Hat dieses Objektiv scharfe Kanten und einen weit geöffneten scharfen Mittelpunkt oder hat das Objektiv weiche und leicht unscharfe Kanten? Oft kann das Abblenden des Objektivs dieses Problem beheben. Wenn Du jedoch ein f2.8er Objektiv im Vergleich zu einem f4-Objektiv kaufst, möchtest du die zusätzliche Blende auch nutzen. Chromatische Aberrationen können auch ein Faktor bei der Entscheidung sein, welches Objektiv Du kaufen möchtest. Für mich ist dies heutzutage kein so großes Problem, da es mit einem Klick auf eine Schaltfläche in Lightroom schnell behoben werden kann.

Verarbeitungsqualität

Ein Objektiv wird meist für mehrere Jahre gekauft und sollte sich langlebig und solide anfühlen. Da Landschaftsfotografen manchmal auch bei Regen unterwegs sind, sollte das Objektiv auch von Regen, Schnee, Sandstürmen usw. geschützt sein. Die meisten Linsen mit Wetterschutz ragen nicht aus dem Objektivtubus heraus. Dies hilft zu vermeiden, dass Staub und Feuchtigkeit in dein Objektiv eindringt und möglicherweise die Optik im Inneren ruinieren kann.

Blende des Kameraobjektivs

Wenn du Landschaftsbilder bei Nacht aufnimmst, sollte das Objektiv eine Offenblende von mindestens 2.8 haben. Mit einer Blende 2.8 oder offener kannst mehr Licht in einem Bild sammeln, anstatt die ISO-Empfindlichkeit verdoppeln zu müssen, wodurch Ihr Bild sauberer bleibt. Es gibt Offenblendige Objektive, meistens Festbrennweiten, die eine maximale Blende von f1.8 oder sogar f1.4 haben. Diese Objektivtypen haben normalerweise einen bestimmten Zweck und eine bestimmte Brennweite. Viele Marken von Drittanbietern stellen hervorragende Festbrennweiten her. Fotografierst du meistens bei Tag oder in der Dämmerung, genügt eine Blende 2.8 oder 4.

Fazit

Es gibt nicht das beste Objektiv in der Landschaftsfotografie. Bei dem Kauf eines neuen Objektivs sollten einige Dinge beachtet werden. Meistens nutzt man die Objektive über viele Jahre, weshalb die Anschaffung einer neuen Linse gut überlegt sein sollte. Bessre einmal richtig Investieren als nach wenigen Wochen enttäuscht das Objektiv wieder zurückzugeben. Seit vielen Jahren nutze ich sowohl die Objektive von Nikon als auch von Tamron und Sigma. Beiden Dritthersteller liefern für fast jedes Kamerasystem gute Objektive für jede Situation. Diese sind oft 20-25% günstiger als von Nikon, Canon oder Sony direkt.

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