Wasserfall einfach fotografieren – Meine Tipps

Ein Wasserfall ist wunderschön, aber manchmal technisch schwierig zu fotografieren. Die Kombination aus Wasser und Wald macht den Wasserfall zu einem meiner Lieblingsmotiven in der Landschaftsfotografie. Oft kann das Wasserfall fotografieren eine Reihe praktischer und technischer Herausforderungen darstellen.

So kannst du einen Wasserfall einfach fotografieren

Die folgenden Tipps zur Wasserfallfotografie werden Dir dabei helfen, atemberaubende Bilder aufzunehmen und die technischen und kreativen Seiten des Fotografierens zu meistern.

Bewegung fotografisch festhalten

Eines der interessantesten Dinge an Wasserfällen ist die Art und Weise, wie sie sich das Wasser seinen Weg durch die Natur bahnt. Um das Foto möglichst interessant zu gestalten, solltest du beim Fotografieren vor Ort versuchen, die Bewegung des Wassers einzufangen. Optimalerweise in Kombination mit einer “Leading Line” sowie der Drittel-Regelung. Ein gelungener Bildaufbau ist das wichtigste bei dem Fotografieren eines Wasserfalls.

Verschlusszeit

Jeder Wasserfall ist anders und es gibt keine einzige “richtige” Verschlusszeit. Wenn du Bewegungen im Wasser einfangen willst, musst du eine langsame Verschlusszeit wählen – im Allgemeinen irgendwo zwischen 0,3 Sekunden und mehreren Sekunden.

Beginne mit einer Verschlusszeit von einer Sekunde für die Testaufnahme. Überprüfe dann auf dem LCD-Bildschirm deiner Kamera die Aufnahme und passe die Verschlusszeit an, bis Du zufrieden bist. Achte hierbei auf ein ausgewogenes Histogramm.

Stativ

Damit ein ordentliches Foto gelingt, solltest Du auf jeden Fall mit Stativ fotografieren. An Wasserfällen wird immer mit Belichtungszeiten zwischen 0,5 und 10 Sekunden fotografieren und aus der Hand ist dies schlicht nicht möglich. Außerdem kann mithilfe des Stativs der Bildaufbau besser eingerichtet werden. Welche Vorteile das Fotografieren mit Stativ noch hat kannst du hier nachlesen.

ISO

Bevor du den Wasserfall fotografieren willst, solltest du den ISO-Wert so niedrig wie möglich einstellen (normalerweise um ISO 100). Dadurch wird die Empfindlichkeit der Kamera verringert, sodass du längere Verschlusszeiten einstellen kannst, ohne dass die Szene überbelichtet. Es hat auch den zusätzlichen Vorteil, dass das digitale Rauschen in deinem Fotos reduziert wird.

Polfilter nutzen (CPL-Filter)

Es gibt nur wenige Filter, die wirklich für die Wasserfall-Fotografie notwendig sind. Einer der wichtigsten Filter ist der Polfilter. Dieser hilft dir, unschöne Reflektionen von der Wasseroberfläche zu entfernen und das Bild natürlich zu sättigen. Ist die Umgebung rund um den Wasserfall zu hell, kannst du Filter verwenden, um die einfallende Lichtmenge zu reduzieren.

Eine hervorragende Alternative ist ein Polarisationsfilter. Dies erfüllt die gleiche Aufgabe wie ein ND-Filter, hat jedoch den zusätzlichen Vorteil, dass Reflexionen (z. B. von Wasser, nassen Steinen und Blättern) reduziert und die Farbsättigung für ein lebendigeres Bild erhöht werden.

Die passende Tageszeit

Helles Sonnenlicht kann ein Wasserfallfoto leicht ruinieren. Das intensive Licht wirft starke Schatten, was es schwierig macht, die richtige Belichtung zu finden. Bevor du vom Wasserfall keine gute Ergebnisse mit nach Hause nimmst, besuche diesen besser bei bewölktem Himmel oder in der Goldenen Stunde. Wenige Stunde vor bzw. nach Sonnenuntergang sind die Schatten noch sehr weich und einfacher zu fotografieren.

Hochformat vs. Querformat

Obwohl die meisten Fotografen im Querformat fotografieren, sind Wasserfälle auch gute Motive für das Hochformat. Im Hochformat kann der Flusslauf besser in das Bild integriert werden und irrelevante Elemente rechts und links des Wasserfalls einfach aus der Komposition herausgenommen werden. Einen ausführlichen Blog über Hochformat vs. Querformat findest du hier.

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