Fotografieren mit Stativ – 5 gute Gründe dafür

Fotografieren mit Stativ – warum sollte ich mit Stativ fotografieren? Diese Frage wird mir immer wieder bei meinen Workshops gestellt. Doch warum sollte man mit Stativ fotografieren? Viele sehen das Stativ nur als unnötig Ballast. Doch ein Stativ bringt viele Vorteile mit sich.

Fotografieren mit Stativ – 5 gute Gründe

Grund 1 – Komposition in Ruhe einrichten

In der Ruhe liegt die Kraft – ein kleiner aber wahrer Spruch. Unser Alltag ist geprägt von Hektik und Stress, weshalb für viele von uns die (Landschafts-)Fotografie ein Ausgleich ist. Ein gutes Landschaftsfoto lebt von einer gelungenen Bildkomposition.

Da Stativ zwingt dich langsamer zu werden. Dadurch hast du mehr Zeit, deine Umgebung anzuschauen und an der Kamerapositionierung herumzuspielen. Dies kann zu einer durchdachteren Komposition führen, was deine Fotos besser aussehen lassen.

Steht die Kamera auf dem Stativ, kann man sich besser auf die Komposition konzentrieren, da die Kamera nicht mehr mit beiden Händen festgehalten werden muss. Insgesamt bringt mir das Stativ mehr Ruhe in die Abläufe und man befasst sich genauer mit der Komposition. Die genaue Aufteilung des Bildes kann besser beurteilt werden, da man sich auf nichts anderes konzentrieren muss. Bei dem Fotografieren aus der Hand ist es oft schwierig eine gelungene Komposition zu finden.

Das Fotografieren mit Stativ bringt einfach mehr Ruhe.

Grund 2 – Langzeitbelichtungen am Tag

Eine schöne Aufnahmetechnik ist die Langzeitbelichtung. In der Regel sollte die Belichtungszeit nicht länger als 1/30 Sekunde sein. Ab etwa 1/25 Sekunden benötigst du ein Stativ, damit aufgrund der Handbewegungen die Bilder nicht verschwommenen sind.

Ein perfektes Beispiel dafür ist die Langzeitbelichtungsfotografie – bei einer LZB versuchst Du, die Bewegung der Welt um das Motiv herum einzufangen, indem Du den Verschluss für einen längeren Zeitraum öffnest. Meistens mehrere Sekunden – und manchmal Minuten.

Es gibt keine Möglichkeit, die Kamera so lange in Ihren Händen still zu halten – also benötigst du definitiv ein Stativ, wenn du eine Langzeitbelichtung fotografieren möchtest.

Einen ausführlichen Guide über Langzeitbelichtungen kannst du Dir hier als eBook ansehen. Dort lernst Du alle Grundlagen zum Fotografieren von Langzeitbelichtungen, der Ausrüsung sowie dem passenden Workflow.

Grund 3 – Fotografieren in der Dämmerung

Kennst du das Belichtungsdreieck? So beschreibe ich die Beziehung zwischen der Belichtung des Bildes und den drei Parametern, um diese Belichtung einzustellen – Verschlusszeit, Blende und ISO. Das Ändern einer dieser drei Optionen wirkt sich direkt auf die Belichtung aus.

Leider gibt es in jeder bestimmten Szene nur so viel Licht, mit dem man arbeiten kann. Wenn der Tag in die Dämmerung fällt oder wenn wir drinnen fotografieren, ist möglicherweise nicht sehr viel Licht verfügbar. Im ersten Moment würden viele nun die ISO erhöhen, damit das Foto wieder gut belichtet ist. In der Landschaftsfotografie möchte ich die bestmögliche Qualität aus meinen Fotos herausholen, weshalb ich die ISO nur in besonderen fällen erhöhe. Nun habe ich noch zwei Parameter (Verschlusszeit und Blende) übrig. Damit ich die Tiefenschärfe bewahren kann, möchte ich die Blende nicht verändern. Als letzten Punkt habe ich noch die Verschlusszeit. Wie bereits oben geschrieben ist es nicht möglich, eine 10 Sekunden Belichtung aus der Hand zu fotografieren. Deshalb wirst du in der Dämmerung definitiv ein Stativ benötigen um die bestmögliche Qualität auf seine Fotos herausholen zu können.

Grund 4 – Mehrfachbelichtungen (Belichtungsreihe / HDR)

Fotografieren mit Stativ ist besonders bei Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang nützlich. Das Stativ ermöglicht es mir, dass die Kamera immer an der gleichen Stelle bleibt und die Komposition nicht verändert wird.
Dies ist wichtig, da das Bildbearbeitungsprogramm es ansonsten nicht schafft, die verschiedenen Belichtungen zu einem HDR zu kombinieren.

Grund 5 – Stress minimieren

Der letzte Grund ist bei dem Fotografieren mit Stativ einer der wichtigsten. Bevor der Sonnenuntergang stattfindet, solltest du versuchen immer 30-40 Minuten vorher vor Ort zu sein. Damit bleibt mir genügend Zeit, um die richtige Komposition einzurichten.
Nachdem du eine schöne Komposition gefunden hast, kannst du einfach die Kamera auf dem Stativ stehen lassen und dich frei herum bewegen. Sobald das Licht gut wird, musst du nicht mit deiner Kamera hin und her rennen, um die gute Komposition zu finden.

Fazit

Nun wirst du bemerkt haben, dass das Fotografieren mit Stativ in vielen Fällen sehr sinnvoll ist. Das Stativ ermöglicht ein ruhigeres Arbeiten (bezüglich Komposition) und eröffnet völlig neue Möglichkeiten, um mit Langzeitbelichtung und Filter zu fotografieren.
Die besten Stative für die Fotografie habe ich hier zusammen gefasst

 

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