Den Mond zu fotografieren, klingt zunächst relativ einfach. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass dafür meist deutlich mehr Planung erforderlich ist, als viele Fotografen vermuten.
Für mich besteht der Reiz nicht darin, den Mond möglichst groß mit einem Teleobjektiv abzubilden. Viel spannender finde ich es, den Mond mit einer Landschaft, einer Burg oder markanten Felsen zu kombinieren. Dadurch entstehen Bilder, die deutlich mehr Wirkung haben als Fotos des Mondes allein.
Besonders interessant sind dabei Mondaufgang und -untergang. Gerade wenn der Mond nahe am Horizont steht, wirkt er größer und lässt sich hervorragend mit Landschaftselementen kombinieren. Gleichzeitig sind genau diese Aufnahmen oft die schwierigsten, da bereits wenige Minuten oder ein leicht veränderter Standort darüber entscheiden können, ob eine Bildidee gelingt.
In diesem Artikel zeige ich dir die passenden Einstellungen, um den Mond zu fotografieren, und meinen Workflow für die Planung von Mondaufgang und -untergang. Außerdem erfährst du, warum Apps wie PhotoPills und TPE 3D für mich mittlerweile unverzichtbar geworden sind.
Ausrüstung für die Mondfotografie
Für das Fotografieren des Mondes benötigst du grundsätzlich keine besonders exotische Ausrüstung. Viel wichtiger als eine extrem lichtstarke Kamera oder ein teures Objektiv sind die richtige Brennweite und ein stabiles Stativ.
Ich fotografiere die meisten Mondaufgänge und -untergänge persönlich mit meinem Tamron 100–400 mm. An meiner Nikon Z8 nutze ich häufig zusätzlich den Crop-Modus, wodurch sich die effektive Brennweite auf etwa 600 mm erhöht. Gerade wenn der Mond gemeinsam mit einer Burg, einem Felsen oder anderen Landschaftselementen fotografiert werden soll, ist eine längere Brennweite fast immer von Vorteil.
Meine Empfehlung lautet deshalb, mit mindestens 300 mm zu arbeiten. Kürzere Brennweiten funktionieren zwar grundsätzlich ebenfalls, allerdings wirkt der Mond im fertigen Bild häufig deutlich kleiner als gewünscht.

Eine hohe Lichtstärke spielt beim „Mond fotografieren” dagegen kaum eine Rolle. Der Mond wird von der Sonne beleuchtet und ist dadurch überraschend hell. Selbst mit Blende 7,1 oder Blende 8 entstehen problemlos ausreichend kurze Belichtungszeiten.
Mindestens genauso wichtig wie das Objektiv ist ein stabiles Stativ. Gerade bei längeren Brennweiten führen bereits kleinste Bewegungen schnell zu unscharfen Bildern. Deshalb sollte das Stativ möglichst stabil stehen und nicht bei jedem Windstoß vibrieren. Zusätzlich empfehle ich, den Bildstabilisator am Objektiv oder in der Kamera zu deaktivieren, sobald die Kamera auf dem Stativ steht. Denn viele moderne Bildstabilisatoren können selbst bei fester Montage leichte Unschärfen verursachen.
Gerade bei Mondaufgang und -untergang investiere ich deshalb deutlich mehr Zeit in die Planung und den Aufbau vor Ort als in die Ausrüstung. Denn selbst die beste Kamera nützt wenig, wenn der Mond später nicht dort aufgeht, wo man ihn geplant hat.
Einstellungen für die Mondfotografie
Bevor du dich mit der Wahl des Ortes oder der Tageszeit beschäftigst, brauchst du eine solide technische Basis. Denn nur mit den richtigen Einstellungen kannst du die Strukturen und Details des Mondes zuverlässig ins Bild holen. Hier sind die wichtigsten Punkte, auf die du achten solltest:
Belichtungszeit, Blende und ISO
Beim Fotografieren des Mondes sind kurze Belichtungszeiten entscheidend. Der Mond bewegt sich schneller, als man denkt, und bei zu langen Zeiten verschwimmen die Details. Bewährt haben sich Belichtungszeiten zwischen 1/50 und 1/125 Sekunde, abhängig von der Mondphase und der Helligkeit. Um das gesamte Motiv scharf abzubilden, sollte eine Blende im Bereich von f/7,1 bis f/10 gewählt werden. Der ISO-Wert sollte so niedrig wie möglich bleiben.
Die genauen Werte hängen von der Mondphase, der Tageszeit sowie dem gewünschten Bildaufbau ab. Insbesondere bei Mondaufgang oder -untergang während der Goldenen oder Blauen Stunde können längere Belichtungszeiten sinnvoll sein, um Himmel und Landschaft ausgewogener zu belichten.
Ich schließe die Blende bewusst etwas auf f/7,1 oder f/8, da viele Teleobjektive dort ihre beste Schärfe liefern und eine hohe Lichtstärke beim Mond ohnehin nicht notwendig ist.
Die ISO-Empfindlichkeit halte ich möglichst niedrig, da genügend Licht vorhanden ist und sich so die maximale Bildqualität erreichen lässt.
Histogramm beachten
Zusätzlich solltest du regelmäßig das Histogramm kontrollieren. Gerade während der blauen Stunde sieht das Kameradisplay häufig heller aus als das Bild tatsächlich ist. Dadurch passiert es schnell, dass der Mond unbemerkt überbelichtet wird. Notfalls solltest du eine Belichtungsreihe fotografieren.
Mein wichtigster Tipp lautet deshalb: Belichte lieber etwas zu dunkel als zu hell. Die Helligkeit von Himmel und Landschaft lässt sich später oft problemlos anpassen. Sind die Details auf der Mondoberfläche einmal ausgebrannt, lassen sie sich dagegen in der Regel nicht mehr zurückholen.
Stativ für die Mondfotografie
Selbst bei relativ kurzen Belichtungszeiten ist ein stabiles Stativ unverzichtbar. Denn schon kleine Verwacklungen können die feinen Strukturen auf der Mondoberfläche zerstören. Um zusätzliche Erschütterungen zu vermeiden, empfiehlt sich die Verwendung eines Fernauslösers oder der Selbstauslöserfunktion der Kamera. Für detailreiche Aufnahmen benötigst du ein Teleobjektiv mit mindestens 200 mm Brennweite – je länger, desto besser. Mit 400 mm oder mehr lassen sich Krater, Strukturen und Schattenspiele sichtbar machen. Wenn der Mond hingegen zusammen mit einem Motiv (z. B. Burg, Schloss, Felsen etc.) abgebildet werden soll, darf die Brennweite nicht zu kurz sein. In diesem Fall ist ein weiter entferntes Standpunkt besser.

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Warum ich den Mond fast immer mit der Landschaft fotografiere
Viele Fotografen versuchen, den Mond möglichst groß und detailreich abzubilden. Das ist technisch natürlich möglich, persönlich finde ich solche Bilder allerdings oft relativ langweilig. Schließlich sieht man den Mond als einzelnes Motiv mittlerweile tausendfach im Internet.
Deutlich spannender wird es, wenn der Mond Teil einer Landschaft wird. Genau deshalb suche ich bei meinen Aufnahmen fast immer nach Burgen, Felsen, Bäumen oder anderen markanten Vordergründen, die sich mit dem Mond kombinieren lassen.
Gerade während eines Mondaufgangs oder -untergangs entstehen so Bilder mit deutlich mehr Tiefe und Wirkung. Der Mond wird so nicht nur zum eigentlichen Motiv, sondern zu einem Gestaltungselement innerhalb der Landschaft.
Zusätzlich wirkt der Mond in Horizontnähe deutlich größer als später hoch am Himmel. Genau diese kurze Phase nutze ich gezielt für viele meiner Bilder. Oft bleiben dafür allerdings nur wenige Minuten Zeit, bevor der Mond zu hoch steht und die geplante Bildidee nicht mehr umsetzbar ist.
Ein weiterer Vorteil solcher Aufnahmen ist, dass sie eine Geschichte erzählen. Eine Burg im Abendlicht mit dem aufsteigenden Mond dahinter oder ein markanter Felsen mit dem Monduntergang im Hintergrund wirken meist deutlich spannender als ein reines Telefoto der Mondoberfläche.

Deshalb beginnt das Mondfotografieren für mich nicht mit der Kamera, sondern mit der Suche nach einem passenden Motiv. Erst wenn die Bildidee steht, plane ich den genauen Zeitpunkt von Mondaufgang oder -untergang. Genau dieser Schritt entscheidet häufig darüber, ob aus einem technisch sauberen Foto auch ein wirklich interessantes Bild wird.
Mondaufgang fotografieren – so plane ich meine Bilder
Meiner Meinung nach beginnt die eigentliche Herausforderung beim Mond fotografieren lange vor dem eigentlichen Shooting. Gerade beim Mondaufgang reicht es in der Regel nicht aus, nur zu wissen, wann der Mond aufgeht. Viel wichtiger ist die Frage, wo genau er aufgeht und wie hoch er zu einem bestimmten Zeitpunkt über dem Horizont steht.
Für die Planung nutze ich deshalb hauptsächlich zwei Apps: PhotoPills und TPE 3D. Beide Programme ergänzen sich perfekt und ermöglichen eine sehr genaue Vorbereitung.
Grundlegende Planung mit PhotoPills
Der erste Schritt erfolgt bei mir fast immer in PhotoPills. Dort prüfe ich zunächst, ob eine Bildidee grundsätzlich umsetzbar ist. Dabei geht es noch nicht um die exakte Position des Fotografen, sondern vielmehr darum, an welchem Datum der Mond überhaupt hinter einem bestimmten Motiv aufgehen könnte.
Wenn ich beispielsweise den Mond hinter einer Burg fotografieren möchte, überprüfe ich zunächst mit PhotoPills die grobe Richtung und den Verlauf des Mondes. Dadurch lässt sich relativ schnell erkennen, ob die Idee realistisch ist oder bereits an den astronomischen Gegebenheiten scheitert.
Erst wenn dieser erste Check erfolgreich war, wechsle ich zu TPE 3D. Genau dort beginnt für mich die eigentliche Detailplanung.

Mondaufgang und Monduntergang mit TPE3D planen
Gerade bei Vordergründen wie Burgen, Bergen oder Felsen ist die Höhe des Mondes von entscheidender Bedeutung. Es reicht nicht, zu wissen, in welcher Richtung er erscheint. Viel wichtiger ist die Frage, wie hoch er zu einer bestimmten Uhrzeit steht und ob er tatsächlich hinter dem gewünschten Motiv sichtbar wird.
In TPE 3D setze ich deshalb eine Stecknadel auf das Hauptmotiv und eine zweite auf meinen geplanten Standort. Anschließend stelle ich Datum und Uhrzeit ein und überprüfe die Topografie zwischen beiden Punkten.
Einer der größten Vorteile von TPE 3D ist die Darstellung der goldenen und der blauen Stunde. Dadurch kann ich bereits während der Planung erkennen, ob der Mond beispielsweise noch im warmen Licht der Goldenen Stunde erscheint oder erst später, während der Blauen Stunde, sichtbar wird.

Genau diese wenigen Minuten können die Wirkung eines Bildes vollständig verändern. Deshalb investiere ich oft deutlich mehr Zeit in die Planung als in das Fotografieren vor Ort selbst. Oft entscheidet bereits eine kleine Änderung des Datums, der Uhrzeit oder des Standorts darüber, ob eine Bildidee funktioniert oder nicht.
Warum das Scouting vor Ort so wichtig ist
Auch wenn die Planung mittlerweile erstaunlich präzise funktioniert, fahre ich vor wichtigen Mondaufgängen fast immer bereits tagsüber zum geplanten Standort.
Der Grund dafür ist einfach: Nicht jedes Hindernis ist auf Karten oder Satellitenbildern erkennbar. Einzelne Bäume, neue Zäune oder andere Sichtbehinderungen können genau dort stehen, wo eigentlich der Mond erscheinen soll.
Deshalb kontrolliere ich vor Ort zunächst den geplanten Standort und überprüfe, ob meine Sichtlinie tatsächlich frei ist. Anschließend nutze ich häufig die AR-Funktion von PhotoPills. Dabei wird der geplante Verlauf des Mondes direkt auf dem Smartphone eingeblendet. Wichtig ist, das richtige Datum und die korrekte Uhrzeit einzustellen. Nur dann entspricht die Anzeige der späteren Situation vor Ort.
Gerade bei komplexeren Bildideen gibt mir dieses zusätzliche Scouting eine enorme Sicherheit. Wenn alle Parameter stimmen, weiß ich bereits vor dem eigentlichen Shooting, dass die Aufnahme grundsätzlich gelingen kann.
Das passende Wetter zur Mondfotografie
Neben der Planung ist auch das Wetter entscheidend. Am geplanten Tag checke ich regelmäßig das Satellitenbild. In der Himmelsrichtung, in der der Mond aufgeht oder untergeht, sollten sich möglichst keine Wolken befinden, insbesondere keine hohen, da diese das Licht stark dämpfen. Mithilfe von Apps wie VIEWFINDR kannst du bereits im Voraus prüfen, wie die Bedingungen sind. So vermeidest du Frust, wenn der perfekte Moment durch eine dichte Wolkendecke verdeckt wird.
In den Bayerischen Alpen stand ich einmal nach Sonnenuntergang auf einem Parkplatz und wollte gerade losfahren. Plötzlich sah ich, wie der Mond hinter den Berggipfeln aufstieg. Dazu zogen Wolken am Himmel vorbei. Es war ein einzigartiger Moment, den ich nur durch Zufall erlebt habe. Ich griff schnell zur Kamera, montierte mein Teleobjektiv und hielt die Szene fest. Das Bild lebt bis heute von der Kombination aus Mond, Bergen und den vorbeiziehenden Wolken. Solche Situationen zeigen, dass das richtige Motiv den Unterschied macht. Und manchmal spielt auch der Zufall eine große Rolle.

Mondaufgang in der Praxis – Beispiel Burg Berwartstein und Drachenfels
Wie wichtig die Planung beim Fotografieren des Mondes ist, zeigte sich bei einem Intensiv-Workshop im Pfälzerwald Ende Mai besonders deutlich. Ich hatte bereits bei der Planung des Workshops die Idee, den Mondaufgang mit zwei unterschiedlichen Burgen zu fotografieren.
Zunächst prüfte ich mit PhotoPills, ob der Mond über der Burg Drachenfels und später über der Burg Berwartstein sichtbar sein würde. Da beide Motive nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen, schien diese Idee zunächst realistisch.
Anschließend begann die eigentliche Detailplanung mit TPE 3D. Dabei stellte sich heraus, dass der Höhenunterschied zwischen meinem Standort und der Burg Drachenfels deutlich geringer war als zu der Burg Berwartstein. Dadurch konnte der Mond bereits während der Goldenen Stunde hinter der Burg Drachenfels fotografieren.
Für die Burg Berwartstein wäre dieser Zeitpunkt dagegen noch deutlich zu früh gewesen. Deshalb planten wir den Ablauf so, dass wir zunächst den Mondaufgang an der Burg Drachenfels fotografierten und anschließend direkt zur Burg Berwartstein fuhren.
Zwischen beiden Motiven lagen lediglich etwa zehn Minuten Fahrzeit. Da der Mond an diesem Abend relativ flach über dem Horizont verlief und nicht sofort stark an Höhe gewann, hatten wir genügend Zeit, um an beiden Motiven den Mond zu fotografieren.
Wenige Stunden vor dem Fotoshooting prüfte ich noch einmal die Wetterbedingungen. Die Vorhersage zeigte einige Wolken im Westen, während der Himmel Richtung Osten weitgehend frei bleiben sollte. Das waren keine perfekten Bedingungen, dennoch erschien mir die Umsetzung der Bildidee realistisch.

Um auf Nummer sicher zu gehen, besuchte ich beide Standorte tagsüber erneut und kontrollierte mithilfe der AR-Funktion von PhotoPills die geplanten Sichtlinien. Da die vorherige Planung bereits sehr präzise gewesen war, passte am Ende alles exakt wie vorgesehen.
Allein für die Vorbereitung hatte ich insgesamt über zwei Stunden investiert. Dieses Beispiel zeigt meiner Meinung nach sehr gut, warum starke Mondfotos häufig nicht direkt bei der Aufnahme entstehen, sondern bereits lange vor dem eigentlichen Shooting geplant werden.
Monduntergang fotografieren ist oft einfacher
Viele Fotografen konzentrieren sich beim Mond fotografieren vor allem auf den Mondaufgang. Tatsächlich halte ich den Monduntergang gerade für Anfänger oft für die einfachere Variante.
Der größte Vorteil dabei ist, dass der Mond bereits am Himmel sichtbar ist. Dadurch lässt sich direkt erkennen, ob die eigene Position passt oder ob man noch einige Meter weiterlaufen beziehungsweise den Standort leicht anpassen muss.
Gerade am Anfang passieren bei der Planung immer wieder kleine Fehler. Mal wird die falsche Höhe angenommen, mal stimmt die Position nicht exakt oder ein Hindernis versperrt die Sicht. Beim Monduntergang bleibt in der Regel noch genügend Zeit, um darauf zu reagieren.
Beim Mondaufgang sieht die Situation dagegen oft anders aus. Hier muss die Planung bereits im Voraus nahezu perfekt funktionieren. Sobald der Mond hinter dem gewünschten Motiv erscheint, bleiben oft nur wenige Minuten Zeit. Wer dann noch den Standort wechseln oder eine andere Position suchen muss, hat die eigentliche Aufnahme oft bereits verpasst.
Deshalb empfehle ich insbesondere Anfängern, zunächst einige Monduntergänge zu fotografieren. Dadurch lernt man schnell, wie sich der Mond bewegt und welche Faktoren bei der Planung besonders wichtig sind.
Häufige Fehler beim Mond fotografieren
Auch wenn das Mond fotografieren technisch zunächst relativ einfach wirkt, beobachte ich in Workshops immer wieder die gleichen Fehler. Viele davon lassen sich mit etwas Vorbereitung problemlos vermeiden.
Am häufigsten wird der Mond zu hell belichtet. Gerade während der blauen Stunde orientieren sich viele Fotografen an der Helligkeit des Himmels und belichten das gesamte Bild etwas heller. Dadurch gehen die feinen Strukturen auf der Mondoberfläche schnell verloren und der Mond wirkt wie eine homogene weiße Fläche ohne Details.
Ein weiterer Fehler ist die Wahl einer zu kurzen Brennweite. Selbstverständlich lässt sich der Mond auch mit 70 mm oder 200 mm fotografieren. In den meisten Fällen erscheint er auf dem fertigen Bild allerdings deutlich kleiner als erwartet. Wenn der Mond gemeinsam mit einer Burg oder einem markanten Landschaftselement fotografiert werden soll, empfehle ich deshalb eine Brennweite von mindestens 300 mm.
Häufig sehe ich auch Probleme beim Fokus. Besonders nachts verlassen sich viele Fotografen auf die Unendlich-Markierung am Objektiv. Diese ist allerdings häufig nicht exakt, was schnell zu leicht unscharfen Bildern führt. Gerade bei langen Brennweiten fällt das später sofort auf.

Auch der Bildstabilisator wird oft vergessen. Sobald die Kamera auf einem stabilen Stativ montiert ist, sollte er in den meisten Fällen deaktiviert werden. Andernfalls kann er selbst kleine Bewegungen erzeugen und die Bildschärfe negativ beeinflussen.
Meiner Meinung nach liegt der größte Fehler allerdings meist in der fehlenden Planung. Viele Fotografen fahren spontan los und hoffen, dass der Mond hinter dem gewünschten Motiv erscheint. In der Praxis funktioniert das jedoch nur selten. Deshalb investiere ich mittlerweile deutlich mehr Zeit in die Planung als in die Aufnahme selbst. Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass gut vorbereitete Bilder deutlich häufiger gelingen als spontane Ideen ohne vorherige Recherche.
Fazit – Mond fotografieren beginnt lange vor dem Auslösen
Um den Mond zu fotografieren, benötigt man heute keine außergewöhnliche Kamera oder besonders teure Ausrüstung. Viel wichtiger sind eine gute Planung, die passende Brennweite und die Bereitschaft, sich intensiver mit dem Verlauf des Mondes zu beschäftigen.
Gerade die Kombination aus Mond und Landschaft macht für mich den besonderen Reiz aus. Burgen, Felsen oder markante Landschaften sorgen dafür, dass der Mond Teil einer spannenden Bildkomposition wird und nicht nur das eigentliche Motiv ist.
Besonders bei Mondaufgang und -untergang zeigt sich, wie wichtig eine gute Vorbereitung ist. Apps wie PhotoPills und TPE 3D ermöglichen eine erstaunlich präzise Planung und helfen dabei, Bildideen lange vor dem Shooting zu entwickeln.
Genau deshalb beginnt das Mondfotografieren für mich nicht mit dem Aufbau der Kamera, sondern bereits Tage zuvor am Computer. Die eigentliche Aufnahme dauert häufig nur wenige Minuten, die Planung dahinter dagegen oft mehrere Stunden. Und genau diese Vorbereitung macht meistens den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Mondfoto und einem Bild, das in Erinnerung bleibt.
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