Seit einigen Jahren ist Island als Reiseziel kein Geheimtipp mehr. Das Land steht bei Touristen hoch im Kurs. Bei Landschaftsfotografen ist das Land schon seit längerem unter den beliebtesten Reisezielen, denn Island ist eine Hotspot für Fotografen und Naturliebhaber. Da konnte ich im Februar aus erster Hand erfahren. In 7 Tagen ging es für mich in den Süden, Osten, und in den Westen der Insel. Deshalb möchte ich euch meine fotografischen Highlights zeigen und welche Spots sich am besten lohnen. Mit dabei sind die bekannten Spots wie das Vestrahorn oder der Godafoss im Nordern der Insel. Die bekannten Wasserfälle Skogafoss und Seljalandfoss besuchte ich durch den Andrang der Fotografen und Touristen nicht. Bei diesen Menschenmassen macht das Fotografieren keinen Spaß.

Diamond Beach

Der Diamond Beach liegt nahe der Jökulsarlon Lagune und ist einer der beliebtesten Fotospots auf Isand. Seit tausenden Jahren werden täglich die Eisblöcke aus der Lagune auf das offene Meer geschwemmt. Diese werden jedoch wieder durch den Atlantik wieder zurück an den Strand gespühlt. Dort lassen sich die Einblöcke ideal mit den Wellen fotografisch festhalten. Ein absolutes Must-Have ist ein Microfasertuch. Durch die Wellen gelangen immer wieder Spritzwasser auf die Kameralinse bzw. die Filter. Wer den Diamond Beach Tagsüber besucht sollte einen ND 1000 als Schraub-, oder Steckfiltersystem dabei haben.

Ich besuchte den Strand zur Blauen Stunde und dem Sonnenaufgang. Dort bietet sich das Arbeiten mit einem GND-Filter an.

Goðafoss (Godafoss)

Etwa auf halber Strecke zwischen Akureyri und dem Myvatn liegt der Wasserfall Goðafoss im Norden der Insel. Obgleich nur bescheidene 12m hoch, beeindruckt die donnernde Kaskade durch die Wassermassen, die sich in großer Breite in eine Schlucht stürzen. Der Name des Wasserfalls dürfte wohl mit der Ljósvetninga-Saga im Zusammenhang stehen. Im Jahr 1000 hatte der Gode Þorgeir als Gesetzessprecher auf der Þingsitzung für die Annahme des Christentums als offizielle Religion gesorgt. Bei diesem Wasserfall lassen sich die ND- bzw. GND-Filter wunderbar mit dem fließenden Wasser verwenden. An diesem Wasserfall lohnt es sich mindestens 30 Minuten vor Sonnenaufgang vor Ort zu sein da dieser Wasserfall sowohl von Touristen als auch Fotografen sehr gut besucht ist.

Vestrahorn und Stokksnes

Das Vestrahorn ist Teil des Berges Klifatindur und eine der zahlreichen Felsspitzen, die aus dem Bergmassiv herausragen. Von der Landzunge Stokksnes hat man einen wunderbaren Blick auf diese Bergspitzen. Die Landzunge selbst ist übersät von kleinen und größeren Sanddünen und wird geteilt von einer schnurgeraden Straße, die zu einer Radarstation und dem Leuchtturm Stokksnes-viti führt. Da die öffentliche Straße am Viking-Cafe endet muss p.P. eine Gebühr in Höhe von 8000 ISK (ca. 6€) für die Private Straße entrichtet werden.

Koordinaten Viking Cafe: 64.2549681, 14.9933446

Kirkjufell

Der Kirkjufell ist nicht irgendein Berg in Island. Nein, er ist einfach DER Berg in Island! Du willst wissen wieso?

Der Kirkjufell und der gleichnamige Wasserfall Kirkjufellfoss schmücken regelmäßig die Topliste der Fotoportale. Kein anderer Berg wurde so häufig abgelichtet, kein anderer in so vielen unterschiedlichen Momenten. Egal, ob beim Sonnenaufgang, mit Nordlicht, mit Sternenhimmel, im Nebel oder sonst wie. Der Berg ist einfach immer ein geniales Motiv.

Seit einigen Jahren ist Island ein beliebtes Reiseziel. Deshalb ist an den meisten Fotospots sehr viel los. Aus diesem Grund kann ich empfehlen, die Locations aus einer neuen Perspektive zu fotografieren und nicht aus dem klassischen Blickwinkel. Landschaftsfotografie beinhaltet für mich die Entdeckungsfreude und den Mut nicht das gleiche wie alle andere zu fotografieren.

Vielleicht konnte ich euch für eure nächste Islandreise einige Tipps mitgeben und wunsche viel Spaß beim Fotografieren ????

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